Es gibt nichts Gutes außer man tut es!
Liebe Leserin,
lieber Leser,
wenn Du das hier liest, machst Du wahrscheinlich etwas falsch! Es ist ein Feiertag – vermutlich musst Du also heute nicht arbeiten; und falls doch, solltest Du doch nicht im Internet surfen, oder? Das Wetter ist Deutschlandweit herrlich – ideales Laufwetter, nicht wahr? Wenn Du also nicht gerade verletzt bist, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Laufschuhe zu schnüren und einfach loszutraben. Los, tu’ es einfach!
Laufen ist nicht so Dein Ding? Wie wäre es dann mit Fahrradfahren, Schwimmen oder einfach zügigem Spazierengehen (auf Neudeutsch auch Walking genannt)? Es gibt wenig gute Ausreden dafür, bei diesem Wetter keinen Sport zu treiben. Also, raus mit Dir!
Während ich diesen Artikel schreibe, stolpere ich gerade über zwei Artikel bei ultra ist gut und bei Gelebtes Täglichlaufen. Und da möchte ich doch gleich ins selbe Horn stoßen: Wie wäre es, wenn Du heute das Auto stehen lässt? Loslaufen kann man doch auch gleich von der Haustür aus!
Es gibt so Tage…
Was mit mir ist? Ich war schon draußen! Und ich laufe immer von meiner Haustür aus los!
Die geneigte Leserschaft hat mich ja längst als jemanden enttarnt, der gerne herumnörgelt: Über das Wetter, über die Schmerzen, über die Schuhe, über Alles und Jeden. Wenn ich eine Mission hätte, was nicht der Fall ist, dann die, der Welt zu zeigen, dass Laufen eben nicht immer und ausschließlich Spaß macht. Aber heute war es einfach…
Wie sagt man das jetzt als jemand, der von Alters wegen das Wort “geil” nicht mehr verwenden darf? “Toll”? Zu abgedroschen. “Klasse”? Nicht pointiert genug. “Spitze”? Spitze klingt nach einem Wort, das man in meiner Generation, die Hans Rosenthal in “Dalli Dalli” noch erlebt hat, verwenden darf. Ich bin der Meinung, das war… spitze!
…da möchte man nicht aufhören!
Heute also war es einfach spitze! Früher Feiertagsmorgen, kein Wölkchen am Himmel, bereits angenehm warm, kaum Menschen auf der Straße und im Wald. Stille. Vollständige Entspannung. Schon beim “Einrollen” auf den ersten Kilometern merke ich, dass es heute einfach wie von selbst läuft. Selbst der Gegenwind auf den langen Geraden nervt mich heute nicht. Während ich sonst dem Asphalt mühsam jeden Meter abringen muss, berühren meine Füße heute kaum den Boden – ich laufe nicht, ich gleite. Jedenfalls subjektiv, für außenstehende Betrachter (die es heute nicht gab) sieht das wahrscheinlich immer noch nach einem brutalen Gestampfe aus. Egal, wie es sich anfühlt ist wichtig, nicht wie es aussieht! Ich bin dem Runner’s High wieder ein Stückchen näher gekommen…
Das klingt alles zu pathetisch, Du glaubst es nicht? Tut mir leid, aber genau so hat es sich angefühlt. Und verdient habe ich mir dieses Hochgefühl auch – durch Tausende von Kilometern, auf denen ich mich gequält habe. Wirklich nachvollziehen kann das wahrscheinlich nur ein Läufer, der es auch schon einmal erlebt hat.
Nach einer sehr starken Stunde habe ich die im Trainingsplan vorgesehenen zwölf Kilometer schon hinter mir und bin traurig, weil ich schon aufhören soll. Ein ganz neues Gefühl. Aber so ein Trainingsplan ist ja auch eher eine Empfehlung – ich hänge also noch ein paar Minuten dran und genieße einfach die frische Luft und das selten gute Bewegungsgefühl.
Wenn es doch nur immer so leicht wäre!
Bildnachweis: Das Bild basiert auf dem Bild Isar_River_in_the_north_of_Munich.jpeg aus der freien Mediendatenbank Wikimedia Commons und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Florian Schütz.
Schlagworte: Kolumne, Laufen, Ostern, Runner's High, Spaß, Wetter





Wenn ich jetzt deinen wahren Namen wüsste, den du mir vielleicht verrätst, dann würde ich beginnen mit
Lieber…………….., aber Semper Tiro (immer Tiro – oder was ?) klingt nicht nach einem reellen Namen.
Nun gut, deine Worte übers Laufen gefallen mir gut, hübsch verpackt, und jeder der läuft, kann insbesondere dein heutiges Lauf-Erleben sehr gut nachvollziehen.
Was die Animation angeht, na ja, die, die es lesen sollten, verirren sich hier her nicht, und die die es dann lesen, so wie ich, wissen schon um die Qualität deiner Aussage, jahrelang erprobt und für gut befunden.
Ich weiß zwar nicht wie lange du als ewiger Anfänger schon läufst, aber dieses Gefühl der Leichtigkeit kannst du öfter haben, je länger du auf der Piste bist, ich kann es nur bestätigen, als lebendiges Beispiel !
Nochmals frohe Ostern und viele solcher Erlebnisse – und wenn es wieder mal nicht so ist, hoffe auf das nächste Mal !
Hallo,
wir kennen uns noch nicht. Ein schöner Beitrag, nur schade, daß ich meinen heutigen Lauf längst absolviert habe.
Sonst würde ich bei Deinem letzten Absatz sofort loslaufen. Das verstehen wirklich nur wahre Läufer.
Viel Freude weiterhin und ein schönes Osterfest!
Viele Grüße
Marcus
Während ich deinen interessanten Bericht lese, lasse ich meinen Tag Revue passieren.
Ein Tag den ich begonnen habe in dem ich von Hause aus einen schönen Lauf über gut 14km gemacht habe.
Und weil das Wetter so toll war habe ich noch eine wunderschöne Radtour mit meiner Tochter hinten dran gehängt.
Ich tue es!
Ein paar schöne Ostertage wünsche ich Dir!
Ich muss sagen, das ist ein wunderbarer Artikel! Eine wunderbare Art, die Leute vielleicht doch zu motivieren, eine Runde zu drehen. Ein Glück, dass ich verletzt bin und eine Ausrede habe lach
@Margitta:
Tiro entspricht Anfänger, daher “der ewige Anfänger”
Und wenn die “whois”-Informationen stimmen, können wir den Anfänger Lars nennen. einmisch x)
Margitta: Hannes hat im Grunde alles gesagt; Semper Tiro ist die lateinische Version von “ewiger Anfänger”; und die Whois-Informationen oder das Impressum stimmen auch, Lars ist richtig. Und ich laufe auch schon etliche Jahre als ewiger Anfänger herum…
Marcus: Vielen Dank und schön, dass wir uns jetzt kennen…
Gerd: Danke gleichfalls.
Hannes: Gut recherchiert
Du hast natürlich Recht!
Es ist wunderbares Wetter und ich habe frei. Deshalb stelle ich die Kiste jetzt aus und gehe raus!
Viele Grüße und Frohe Ostern.
Dauerlaufen