Nette Menschen, engagierte Organisation, tolle Strecke und herrliches Wetter – so kann ich die beiden ersten Etappen der e-fellows.net Charity Staffel zusammenfassen. Aber vielleicht fange ich doch lieber von vorne an: Da ich in der Nähe von München lebe, wurde ich zu einer kleinen “Eröffnungsfeier” ins e-fellows.net Büro in der Innenstadt eingeladen. Neben Kaffee, Kaltgetränken und Brezn wurde dort auch Sekt gereicht. Und ich muss sagen: So ein kleiner Schluck Kasperbrause am frühen Morgen bringt den Kreislauf ordentlich in Schwung. Aber wirklich nur ein “wünziger Schlock”! Nach zwei, drei kurzen Ansprachen ging es auch schon runter auf die Straße. Da standen wir nun in unseren “Beweg Dich, damit Du was bewegst!”-T-Shirts und warteten auf den Startschuss. Oder besser: Die Startklappe. Und pünktlich um 9:00 Uhr wurden wir auf die erste Etappe geschickt, elf Läuferinnen und Läufer, darunter e-fellows.net Mitarbeiter, Stipendiaten, Ex-Stipendiaten und ich. Bilder vom Start sind zum Beispiel hier zu finden.
Das Schöne an der Münchner Innenstadt ist, dass man sich nach ein paar Schritten gleich im Grünen wiederfindet. Über den Marienplatz am Rathaus vorbei erreicht man bald den Hofgarten, der wiederum an den Englischen Garten grenzt. Die Sonne meint es gut mit der Charity Staffel, und so traben wir bei herrlichem Wetter durch die Grünanlage. Mit elf Läufern unterschiedlicher Leistungsklassen ist die Gruppe recht heterogen, für die circa sieben Kilometer werden wir etwas über 50 Minuten benötigen. Was auch darin liegen könnte, dass das tragbare Navigationssystem auf dem verzweigten Wegenetz des dicht belaubten Englischen Gartens an seine Grenzen stößt. Für Außenstehende muss es schon ziemlich merkwürdig aussehen, wie wir uns da über Wege und Wiesen schlängeln und den einen oder anderen Umweg nehmen. Aber das gemütliche Tempo lässt genug Luft und Zeit für ein paar nette Gespräche. Auch bezüglich der Altersstruktur ist die Gruppe übrigens recht heterogen – zusammen mit dem e-fellows.net Geschäftsführer reiße ich den Altersdurchschnitt gewaltig nach oben. Peinliche Randnotiz: Wir haben den Staffelstab vergessen. Anscheinend fühlte sich niemand so richtig für den zuständig…
Mit leichter Verspätung erreichen wir also den ersten Wechselpunkt am Nordrand des Englischen Gartens. Zwei frische Läufer – und der Staffelstab – warten dort auf uns, vier von uns traben weiter, es geht also zu sechst auf die zweite Etappe. Ich bin jetzt endgültig der Staffel-Methusalem. Die kleinere Gruppe kommt flotter, um nicht zu sagen zügig, voran. Es geht schnurgerade durch die Isarauen, hier sind wir in meinem Revier. Nach 22 Minuten erreichen wir den etwa vier Kilometer entfernten zweiten Wechselpunkt – vor dem Begleitfahrzeug! Ab hier übernehmen zunächst einmal Fahrradfahrer den Stab. Zusammen mit drei jungen Mitläufern trabe ich noch zurück in mein Städtchen und zeige ihnen den S-Bahnhof. Jetzt, ohne schützendes Blattwerk über uns, merken wir erst, wie stark die Sonne schon brennt. Am Ende des Tages habe ich etwa 14 Kilometer auf dem Tacho.
Ich kann mir vage vorstellen, wie viel Arbeit hinter der Organisation eines Sternlaufs mit fünf Armen steckt. Und auch die Begleiter werden vier Tage lang immer in der Nähe der Läufer unterwegs sein. Aus meiner Sicht war alles bestens organisiert, dafür auf diesem Weg noch einmal ein großes Lob und vielen Dank! Mir hat es Spaß gemacht! Und natürlich wünsche ich dem ganzen Unternehmen viel Erfolg und eine astronomische Spendensumme!
Übrigens fehlen für den Freitag auf dem Süd-Ost-Arm zwischen Würzburg und Osthessen noch jede Menge Läufer. Vielleicht hat ja ein Leser spontan Lust, dort einzuspringen, damit die Organisatoren da nicht 100 Kilometer alleine überbrücken müssen. Bitte einfach bei mir melden, ich stelle dann den Kontakt her. Die aktuelle Position der Staffelstäbe kann hier verfolgt werden. Und wer ohne zu laufen spenden möchte, findet hier Informationen.
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Danke für den schönen Bericht von eurem Start im Süden. Das klingt toll! Hier oben im Norden verlief das Ganze nicht ganz so rosig, aber dazu später mehr. Zunächst ist es schön, zu sehen, dass es anderswo deutlich spritziger zuging.
Hier unten war es wirklich gut, ich kann nicht klagen. Bin auf Deinen Bericht gespannt.
Ich nehme an, du bist der mit dem Schiebed… -äh- Rucksack!?