Leben und sterben lassen: Rauchverbot im Wald!

Rauchen VerbotenWenn ich mir in diesem Blog ab und zu mein schändliches Lästermaul über alles und jeden zerreiße, dann geschieht das immer mit einem gewissen Augenzwinkern. Im Grunde genommen habe ich gar nichts gegen Hundebesitzer, Mountain Biker, Nordic Walker, Spaziergänger und all die anderen Opfer meiner Verbalattacken. Leben und leben lassen – mit dieser Einstellung fahre ich normalerweise recht gut. Für mich endet der Spaß aber schlagartig, und meine Toleranz stößt an ihre Grenzen, wenn ich beim Laufen einer besonders impertinenten Art Mensch begegne: Raucher. Genauer gesagt Raucher, die die gute Luft in Grünanlagen und im Wald verpesten und mir ihre Qualmwolken in meine Läuferlungen blasen. Ich fordere: Rauchverbot im Wald und in Grünanlagen!

Dabei bin ich für einen Nichtraucher ausgesprochen tolerant. Mir ist völlig egal, ob sich jemand innerhalb seiner eigenen vier Wände, auf seinem Balkon oder seiner Terrasse die Lungen teert. Leben und sterben lassen. Auch auf der Straße, wo sich ohnehin diverse Abgase und Gerüche mischen, ist mir der blaue Dunst relativ egal – wenn er mich stört, gehe ich eben ein paar Schritte zur Seite. Selbst in Diskotheken oder Kneipen stören mich Raucher nicht, so lange dort nicht gegessen wird. In gewissen Etablissements muss die Luft einfach rauchschwanger sein, und wenn es mir zu viel wird, gehe ich woanders hin. Und irgendwie finde ich es auch immer niedlich, wenn sich viel zu viele Raucher in das winzige Kabuff in der Firma oder diese Raucherterrarien an Flughäfen quetschen. Ich selbst aber möchte einfach die Freiheit haben, nicht passiv rauchen zu müssen. Streng genommen bin ich auch kein Nichtraucher, sondern Ex-Raucher – aber die sind ja normalerweise besonders intolerant.

Allerdings sollte selbst dem ignorantesten Raucher klar sein, dass sich dort, wo andere Menschen Ruhe, Erholung und frische Luft suchen, die Qualmerei verbietet. Grünanlagen, Parks und Wälder sollten also Tabu sein. Und da das viele Raucher anscheinend nicht einsehen und sich sonst niemand um das Problem kümmert, werde ich die Sache jetzt selbst in die Hand nehmen. Endlich habe ich eine sinnvolle Verwendung für meinen Trinkgurt gefunden. Einfach klares Wasser in die Nuckelfäschchen gefüllt und im Vorbeilaufen Glimmstengel gelöscht.

Ich werde mich jetzt Captain Qualmfrei nennen. Und ein schickes Superheldenkostüm muss ich mir noch machen…

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13 Kommentare zu „Leben und sterben lassen: Rauchverbot im Wald!“

  1. Hannes sagt:

    Das kann ich eigentlich ohne weitere Bemerkungen so unterschreiben. Üblicherweise bin ich recht tolerant, habe zuletzt sogar einem Freund nicht widersprochen, zu rauchen, als er uns mit dem Auto herumkutschiert hat.

    Aber an solchen Orten, wo man Ruhe und Entspannung sucht, geht es einfach zu weit. Absolut.

  2. Eva sagt:

    Ähmja, ich habe nichts zu meiner Verteidigung vorzubringen. rotwerd

  3. MTBTier sagt:

    Jetzt bleibt mal ganz unruhig. Als Ex-Raucher muss ich wiederum eine Lanze für die Raucher in freier Wildbahn brechen:
    Wo, außer an der frischen Luft, sollen sie denn sonst noch rauchen. Im öffentlichen Leben gibt es doch eigentlich kein Indoor-Smoking mehr. Klar nervt es, wenn man sich bei Puls 140+ durch so eine Rauchwolke bewegt und dummerweise da gerade einatmen muss. Aber sind wir als Sportler nicht immer die, die von sich sagen, dass sie hart im Nehmen wären… oder sich zur Qual zwingen?
    Warum also jammern, wenn man für wenige Sekunden diesen (im Wald sehr gering konzentrierten) Qualm einatmet? Wenn wegen so einem Umstand bereits die ganze körperliche Performance zusammenbricht, dann hat es wohl nicht an der Zigarette gelegen, die jemand anders geraucht hat.

    Außerdem gibt es ein Rauchverbot in Wäldern. Das greift, sobald erhöhte Waldbrandgefahr herrscht.
    Warum also für jeden Pups neue Überregulierungen schaffen? Von unserer Freiheit ist doch jetzt schon kaum noch was übrig.

  4. Die armen Raucher – mir kommen die Tränen. Nirgendwo dürfen die armen Süchtigen mehr rauchen. Wo sollen diese völlig zu unrecht vefolgten Menschen denn noch rauchen? Ich wüsste da schon ein paar Orte: Müllhalden, Kläranlagen, …

    Im öffentlichen Leben gibt es doch
    eigentlich kein Indoor-Smoking mehr.

    Und das ist auch gut so. Es geht auch nicht darum, dass meine “körperliche Performance” zusammenbricht. Es geht, wie Du richtig sagst, um Freiheit: nämlich um meine Freiheit, entscheiden zu dürfen, wann mir wer Rauch ins Gesicht blasen darf.

    Offiziell gilt in Deutschen Wäldern von März bis Oktober Rauchverbot, in einigen Bundesländern sogar ganzjährig (wenigstens eine Sache, die Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen richtig gemacht haben). Schert aber niemanden. Und was hat ein klares Verbot mit Überregulierung zu tun?

    Von unserer Freiheit ist doch jetzt
    schon kaum noch was übrig.

    Bitte fünf Euro ins Phrasenschwein!

  5. Stefan sagt:

    Ich bin leidernschaftlicher Nichtraucher seit gut 42 Jahren und kann es gar nicht haben, wenn ich gezwungen bin, das stinkige Zeugs passiv einzuatmen.
    Deshalb stört mich auch die Quarzerei in Lokalen, auch wenn dort nicht gegessen wird.

    Was den Wald betrifft muss ich aber dem MTBTier größtenteils zustimmen. Wenn ich da mal durch eine Qualmwolke laufen muss stört mich das zwar, aber nicht sehr. Das sind ja nur 1-2 Sekunden bis ich da durch bin und wenn ich den Kippennebel sehe halte ich eben mal kurz die Luft an wenn ich durchflitze.

    Aber für das Superheldenkostum hätte ich noch eine schöne Idee für den Aufdruck: “Smokebuster” ;-)

  6. ultraistgut sagt:

    Auch ich unterschreibe, auch mich stören die süchtig an der Zigarette zuckelnden Mitbürger, die mir mit dem Rauch unterwegs oft genug auch beim Laufen die Luft verpesten, ich kann auch oft nicht umhin, mein Missfallen auf der Stelle und sofort zum Ausdruck zu bringen.

    Da haben wir hier am Meer die sauberste und reinste Luft, und dann kommen solche Dödel und meinen, sie müssen unbedingt hier und sofort sich eine reinziehen, da geht mir der Hut hoch. Noch schlimmer, wenn sie ihre Kippen im weißen Ostseestrand verglimmen lassen und Kleinkindern, die Back-backe-Kuchen spielen, zwischen die Finger gelangen. Deshalb hat man hier schon kleine Strand-Aschenbecher verteilt, aber was Raucher damit tun, kann man sich lebhaft vorstellen.

    Auf der Insel Usedom hat man sogar Raucher-Strände eingeführt, weil sich Nicht-Raucher immer mehr belästigt fühlen.

    Ob du allerdings als Captain Qualmfrei Erfolg bei den Rauchern haben wirst, das wage ich zu bezweifeln !

    Fragt sich nur, ob du dann noch Zeit zum Laufen hast :?:

  7. Captain Qualmfrei wird fester Bestandteil meines Trainingsprogramms werden – wenn ich vor den aufgebrachten Rauchern wegrennen muss, ersetzt das das Tempotraining…

  8. dauerlaufen sagt:

    Als ehemalige Raucherin bin ich froh über jedes Verbot. Je weniger ich mit dem Scheißgift in Berührung komme, desto geringer ist die Gefahr rückfällig zu werden. Und die besteht ja leider ein Leben lang.

  9. adequa sagt:

    Rauchen ist und bleibt eine Sucht. Da nimmt man Vieles in Kauf und Dinge anders wahr. Raucher merken nicht, dass es lästig ist, wenn der zuvor durch deren Lunge gezogene Qualm beim Vorbeilaufen (oder gehen) einem direkt entgegen geflogen kommt. Ich halte dann immer die Luft an. Auch zu meinem eigenen Schutz. Ich war selbst (leidenschaftlicher) Raucher (gedanklich noch nicht von ab, das wird sich auch nie ändern) und weiss daher, dass es einem sowas von egal ist, wohin der Rauch zieht. Hinzu kommt dass es übel riecht (das weiss ich seitdem ich nicht mehr rauche), dass einem besonders morgens schon schlecht werden kann. Raucher sollten daher etwas mehr Rücksicht nehmen und nicht stumpf den Qualm rausblasen, sondern schauen ob Menschen in der Nähe sind.

  10. Harald sagt:

    Dann komm hier in den Westerwald und fang an Raucher zu jagen! Viel Spass bei einer Aufgabe der niemand gewachsen ist! Ich werde im Wald rauchen soviel ich will! Trink du dir dein Bier und zerstör……….
    ACH LASSEN WIR DAS!

  11. Endlich schaut hier wieder mal ein Troll vorbei!

    Bitte nicht füttern!

  12. Frederik Carle sagt:

    Und auch Du mein ewiger Anfängersohn wirst an irgendeiner Art von Krebs sterben, aber mit Sicherheit nicht an Lungenkrebs. Mein Vater und mein Stiefvater waren beides die totalen Ökos ohne Rauch und Alkohol und wurden beide vom Darmkrebs dahingerafft, obwohl sie zuvor kerngesund waren. Scheißt Euch mal wegen dem Rauchen in der Öffentlichkeit nicht so in die Hose. Da gibt es Dinge, die euere Gesundheit bedeutend schwerer belasten wie das bisschen Passivrauch im Wald. Kommt mal wieder in die reale Welt zurück!

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