Artikel-Schlagworte: „Anfänger“

Eins

Dienstag, 26. Januar 2010

LuftballonsAls unverbesserlicher Geburtstags- und Hochzeitstagsvergesser habe ich selbstverständlich auch mein gestriges Blogjubiläum geflissentlich ignoriert. Den Begriff “Geburtstag” vermeide ich in Zusammenhang bewusst – denn der Tag, an dem ein Blog sich selbst mit Inhalten zu befüllen oder gar Fortpflanzungsstrategien zu entwickeln beginnt, wird der Tag sein, an dem ich den Kampf gegen die Maschinen aufnehme! Gestern vor einem Jahr also habe ich meinen ersten Eintrag für dieses Blog verfasst. Dass die Rückschau nicht zu meinen Stärken zählt, habe ich bereits in epischer Breite dargelegt – aber ich hatte einfach Lust dazu, eben diesen ersten Artikel noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Als leidgeprüftes Kommunikationsseminaropfer stellte ich seinerzeit eingangs drei – selbstverständlich rhetorische – Fragen, die ich heute noch einmal aufgreifen möchte. (weiterlesen…)

It’s not rocket science!

Montag, 30. November 2009

Lehrer LämpelJeder Läufer kennt mindestens einen. Und wer keinen kennt, ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit selber einer. Sie sind lästiger als schlecht sitzende Laufunterwäsche und schwieriger loszuwerden als Fußpilz: Laufklugscheißer! Sobald irgendwo mehr als zwei Läufer zusammentreffen, ist mit Sicherheit einer von ihnen ein Laufklugscheißer. Ärmer an sozialen Kontakten als der härteste Computerfreak und emotional verkrüppelter als ein Rammsteinhörer ist er unfähig, eigene Lebensfreude zu entwickeln und deshalb zu einem Leben als Parasit verdammt. Mit aufgesetztem, maskenhaften Lächeln schleicht er sich an seine Wirtsorganismen heran – junge, gesunde, fröhliche, lachende, scherzende Läuferinnen und Läufer. Die gesellige Läuferschar nimmt den lächelnden Menschen wie selbstverständlich in ihrem Kreis auf – ein fataler und nicht mehr rückgängig zu machender Fehler. Denn wie ein Blutegel beißt sich der Laufzombie an seinen Opfern fest, schlitzt sie auf und saugt Lebensfreude aus ihnen heraus. Seine bevorzugte Beute: langsam und übergewichtig aussehende Läufer. (weiterlesen…)

Lauftipps für Anfänger (6): Der Weg ist das Ziel

Sonntag, 17. Mai 2009
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Harxheim, im Hintergrund FrankfurtWährend ich mit der Deutschen Bahn unterwegs zu einer Geburtstagsfeier bin, stelle ich wieder einmal fest, dass ich nicht gerne reise. Nein, das stimmt so eigentlich nicht: Im Sinn von “mich an einem anderen Ort als meinem Wohnort aufhalten” reise ich sogar sehr gerne. Sei es, um Familie oder Freunde zu besuchen, fremde Orte zu erkunden oder einfach nur um mich zu erholen. Aber dem Reisen im Sinn von “Ortsveränderung, um von einem Ort an den anderen zu kommen” kann ich wenig abgewinnen – es sei denn, die Strecke ist besonders reizvoll oder das Fortbewegungsmittel irgendwie außergewöhnlich, was offen gesprochen ziemlich selten der Fall ist. Ich komme einfach lieber an, als zu gehen. Überhaupt kann ich in weiten Teilen meines Lebens einer der großen Weisheiten des Konfuzius recht wenig abgewinnen. Der Weg ist der Weg, und das Ziel ist das Ziel. Ganz der Homo faber also. Und vollkommen alleine bin ich mit dieser Haltung wahrscheinlich nicht. (weiterlesen…)

Lauftipps für Anfänger (5): Dosieren lernen

Dienstag, 24. März 2009
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tachometer

Weniger ist mehr – zumindest oft

Schnell kann jeder, so lautet eine der vielen Weisheiten von Achim Achilles. Und in der Tat scheint es in der Natur des Menschen zu liegen, dass er sich – wenn er denn schon läuft – eher schneller als langsamer bewegt. Selbst erfahrene Läufer überziehen nicht selten ihr angepeiltes Trainingstempo. Und Laufeinsteiger rennen praktisch ohne Ausnahme zu schnell los. Wenn ein Anfänger dann nicht sonderlich lange durchhält und am Ende eines verhältnismäßig kurzen Laufs unverhältnismäßig erschöpft ist, dann verliert er verständlicherweise schnell die Lust am Laufen. Und wenn er doch dabei bleibt, stellen sich Erfolge bestenfalls sehr schleppend ein. Gerade von Laufeinsteigern hört man oft so etwas wie: “Langsamer kann ich nicht laufen.” Oder, noch schlimmer: “So langsam zu laufen ist doch peinlich.” Langsames Laufen scheint also nicht so einfach zu sein, wie es klingt – man muss es lernen, sich anfangs eventuell sogar dazu zwingen.

Der Autor dieser Zeilen weiß genau, worüber er schreibt. Er läuft zwar schon seit vielen Jahren viele Kilometer im Jahr, aber Ehrgeizling, der er nun einmal ist, rennt er eigentlich immer (viel) zu schnell herum. Die Folgen lassen meist nicht lange auf sich warten: Verletzungen wie Shin Splints bremsen ihn aus; Trainingserfolge stellen sich, wenn überhaupt, nur sehr langsam ein; nicht einmal in seiner Altersklasse kann er einen Blumentopf gewinnen…

Mit der Zeit und mit zunehmender Lauferfahrung lernen die meisten Läufer auch, ihr Tempo besser einzuschätzen – ich bin die leidgeprüfte Ausnahme, die die Regel bestätigt. Und bis man das langsame Laufen gelernt hat, kann man sich mit technischen Hilfsmitteln oder ein paar Tricks behelfen. (weiterlesen…)

Lauftipps für Anfänger (4): Das Lauftagebuch

Freitag, 27. Februar 2009
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LauftagebuchZugegeben – ich bin ein Zahlen- und Statistikfreak. Aber mir ist sehr wohl bewusst, dass Zahlen und Statistiken nicht jedermanns Sache sind. Trotzdem halte ich den folgenden Tipp für einen der wichtigsten, den man Laufanfängern (oder auch Fortgeschrittenen, sofern sie ihn noch nicht beherzigen) mit auf den Weg geben kann:

Führe ein Lauftagebuch – oder Trainingstagebuch, wie man es nennt, ist völlig egal – und zwar vom ersten Lauf an. Keine Sorge, die Einträge sollen nicht mit “Liebes Tagebuch …” beginnen und müssen auch nicht in Prosa verfasst werden – meistens handelt es sich ohnehin eher um eine recht übersichliche Tabelle, und das Ausfüllen nach einem Lauf wird kaum mehr als ein paar Minuten beanspruchen.

Warum?

Wahrscheinlich gibt es so viele mehr oder minder gute Gründe für das Führen eines Lauftagebuchs, wie es Läufer gibt. Für mich selbst ist der wichtigste Grund zum Beispiel: Es motiviert mich, wenn ich meine eigenen Fortschritte schwarz auf weiß sehen kann. Und es spornt mich an, wenn ich längere Zeit keine Fortschritte erkennen kann. So kann ich auch überprüfen, ob mein jeweiliger Trainingsplan wirksam ist oder ob ich ihn anpassen muss. Wenn es mir bei einem Lauf einmal nicht so gut ging, weil es zum Beispiel sehr heiß war, kann ich nachschauen, wie es mir beim letzten mal unter ähnlichen Bedingungen ergangen ist. Und der Nostalgiker in mir freut sich, wenn er ein wenig in der mittlerweile doch recht langen Liste schmökern kann, um nachzulesen, wo, wie weit und wie schnell er vor zum Beispiel einem Jahr gelaufen ist. Zu guter letzt verfolge ich anhand des Lauftagebuchs auch noch, welches Paar Laufschuhe wieviele Kilometer unter sich hat. Dann erledigt das Tabellenkalkulationsprogramm meiner Wahl noch ein paar nette kleine Rechnereien für mich, auf die ich vorerst mal nicht weiter eingehen werde, um nicht vollends als Nerd abgestempelt zu werden… (weiterlesen…)

Lauftipps für Anfänger (3): Augen auf beim Laufschuhkauf!

Montag, 9. Februar 2009
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Augen auf beim Laufschuhkauf!

Augen auf beim Laufschuhkauf!

Bei vielen Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenständen für Läufer lässt sich darüber streiten, ob sie notwendig sind; und falls ja, wieviel Wert auf Qualität – und damit wie wenig Wert auf den Preis – man legen sollte. Zum Beispiel gibt es ja durchaus Läuferinnen und Läufer, die sich bei Wind und Wetter im alten Baumwoll-T-Shirt (beliebte Motive: Abi ’73 oder Metallica) wohl fühlen. Die meisten von uns greifen allerdings lieber zur Funktionsfaser. Und während es für die Einen immer der neueste Schrei vom Markenhersteller sein muss, kommen Viele auch mit der billigen Ware vom Kaffeeröster oder Lebensmitteldiscounter ganz gut zurecht. Die größten Übel, die durch die Wahl des falschen Leibchens hervorgerufen werden können, sind unnötig starke Transpiration oder wund gescheuerte Brustwarzen – unschön und mitunter recht schmerzhaft, aber in aller Regel ohne Folgeschäden. (weiterlesen…)

Lauftipps für Anfänger (2): Nur nicht verrrückt machen lassen!

Montag, 2. Februar 2009
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Viele Läufer scheinen einen gewissen Hang zur Mathematik zu haben, denn sie spielen gerne mit Zahlen. Die einschlägige Literatur gibt bereits dem Einsteiger eine Trainingsdauer vor, hilft ihm beim Ermitteln der maximalen Herzfrequenz und schlägt ihm darauf basierend einen optimalen Trainingspuls vor. Später kommen Streckenlängen und Tempovorgaben – in min/km oder km/h – hinzu, und es wird in verschiedenen Intensitäten, also Herzfrequenzbereichen, trainiert.

Erschwerend kommt hinzu, dass Läufer untereinander das pflegen, was für Waidmänner das Jägerlatein oder für Matrosen das Seemannsgarn ist: zum einen bewegen sie sich also in einer eigenen Begriffswelt, zum anderen hält man es mit der Wahrheit nicht immer so genau. Was nicht weiter schlimm ist, denn spätestens die Zeitnahme beim nächsten Volkslauf führt allen die Wahrheit vor Augen.

Und dann haben die meisten Läufer – und hier meiner Beobachtung nach sogar sehr viel mehr Männer als Frauen – einen ausgesprochenen Schuh- und Klamottentick. Gut, jeder mehr oder minder ambitionierte Läufer wird früher oder später mehr als ein paar Laufschuhe besitzen. Aber die Summe, die Jahr für Jahr in neue Funktionsfaser investiert wird, um mindestens genauso schnell auszusehen, wie man ist, könnte wahrscheinlich einige Banken vor der Pleite bewahren. (weiterlesen…)

Lauftipps für Anfänger (1): Mit dem Tempo spielen

Mittwoch, 28. Januar 2009
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Die meisten Trainingspläne für Laufanfänger ähneln einander sehr stark, weil sich das Prinzip bewährt hat: Laufen und Gehen im Wechsel, von Einheit zu Einheit oder von Woche zu Woche werden die Laufabschnitte länger und die Gehpausen seltener. Nach ein paar Wochen kann unser Anfänger dann zum Beispiel 30 Minuten am Stück laufen. Er oder Sie ist – zu Recht – stolz, und geht voller Elan das nächste Ziel an – nämlich länger laufen.

Aus meiner eigenen Erfahrung – als ewiger Anfänger und als jemand, der ab und an mit Einsteigern läuft – folgt jetzt eine Phase, in der die Euphorie einer gewissen Langeweile, eventuell sogar einer leichten Frustration weicht: Es geht nicht recht voran. Die Läufe werden zwar etwas länger, aber dadurch nicht interessanter. Richtig schneller wird man auch nicht. Unser Einsteiger droht die Lust am Laufen zu verlieren… (weiterlesen…)

km 0 – der ewige Anfänger geht an den Start

Sonntag, 25. Januar 2009

Präambel

Legt irgendjemand Wert auf die Meinung eines Anfängers?
Braucht das Internet noch ein Blog?
Und fehlt der Welt ein weiterer Selbstdarsteller?

Eher nicht, eigentlich nicht, absolut nicht – so in etwa dürften die Antworten lauten. Und trotzdem schreibe ich gerade diese Zeilen. Leide etwa auch ich an einem übersteigerten Drang zur Selbstdarstellung?

Andererseits, warum sollte nicht auch ich “bloggen”? Ich schreibe nun einmal gern und kann mich einigermaßen passabel ausdrücken. Es wird ja niemand gezwungen, die Meldungen und Meinungen auf dieser Seite zu lesen. Ein weiteres Blog wird das Internet schon nicht zum Platzen bringen. Und mein Drang zur Selbstdarstellung dürfte in der Nähe des Bevölkerungsdurchschnitts liegen.

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich glaube, dass mir das “Bloggen” Spaß machen wird, dass es sich möglicherweise zu so etwas wie einem Hobby entwickeln könnte. Und eventuell interessiert sich die Eine oder der Andere ja sogar für das, was ich schreibe. Oder eben auch nicht. Versuch macht klug! (weiterlesen…)


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