Artikel-Schlagworte: „Bericht“

Beweg Dich, damit Du was bewegst!

Mittwoch, 20. Mai 2009

Charity Staffel T-Shirt mit UnterschriftenNette Menschen, engagierte Organisation, tolle Strecke und herrliches Wetter – so kann ich die beiden ersten Etappen der e-fellows.net Charity Staffel zusammenfassen. Aber vielleicht fange ich doch lieber von vorne an: Da ich in der Nähe von München lebe, wurde ich zu einer kleinen “Eröffnungsfeier” ins e-fellows.net Büro in der Innenstadt eingeladen. Neben Kaffee, Kaltgetränken und Brezn wurde dort auch Sekt gereicht. Und ich muss sagen: So ein kleiner Schluck Kasperbrause am frühen Morgen bringt den Kreislauf ordentlich in Schwung. Aber wirklich nur ein “wünziger Schlock”! Nach zwei, drei kurzen Ansprachen ging es auch schon runter auf die Straße. Da standen wir nun in unseren “Beweg Dich, damit Du was bewegst!”-T-Shirts und warteten auf den Startschuss. Oder besser: Die Startklappe. Und pünktlich um 9:00 Uhr wurden wir auf die erste Etappe geschickt, elf Läuferinnen und Läufer, darunter e-fellows.net Mitarbeiter, Stipendiaten, Ex-Stipendiaten und ich. Bilder vom Start sind zum Beispiel hier zu finden. (weiterlesen…)

Mittelmaß in Mainz und Super-Socken

Sonntag, 10. Mai 2009

Mainz Marathon 2009 StreckeMein Wettkampfkalender für dieses Frühjahr war möglicherweise ein wenig zu voll gepackt. Berliner Halbmarathon am 5. April, Hermannslauf am 26. April und heute noch den halben Mainz-Marathon: Drei Wettläufe über 20 oder mehr Kilometer innerhalb von fünf Wochen sind für mich wohl doch ein wenig zu ambitioniert. Aber Grenzen lassen sich eben nur erkennen, wenn man sich zumindest ein wenig über sie hinaus wagt. Im Grunde war nach diesen Belastungen und insbesondere dem kraftraubenden Hermann heute keine Bestleistung zu erwarten. Zumal ich auch seit Wochen mit gigantischen Blasen kämpfe und mir gestern mein Knie aus unerfindlichen Gründen Höllenqualen bereitete. Aber insgeheim hofft man ja doch darauf, dass einfach mal perfekt läuft und eine Traumzeit herausspringt… (weiterlesen…)

Die (Hitze-) Schlacht im Teutoburger Wald

Montag, 27. April 2009

Denken und Sein

Hermannslauf: StartbereichIch dachte, ich sei gut vorbereitet. Ich dachte, das Wetter sei nach meinem Geschmack. Ich dachte, den “Hermann” unter drei Stunden zu laufen, sei hart – aber zu schaffen. “Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmt”, soll Aristoteles gesagt haben. Und ich habe gestern gelernt, wie weit Denken und Sein voneinander entfernt liegen können. Oder mit anderen Worten: Ich erlebte den schwärzesten Tag in meinem bisherigen Läuferleben.

Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung

Dabei lief am Sonntag Morgen noch alles nach Plan. Trotz Übernachtung im fremden Bett wache ich ausgeschlafen und ausgeruht aus. Wie üblich gibt es zwei Marmeladenbrötchen und etwas Kaffee zum Frühstück. Die Anreise zur Startnummernausgabe gestaltet sich unerwartet unproblematisch, an der Ausgabe selbst muss ich nicht anstehen, und weil ich mich ein wenig auskenne, finde ich sogar eine wenig frequentierte Herrentoilette.

Da der Hermannslauf kein Rundkurs ist, sondern über 31,1 Kilometer vom Hermannsdenkmal in Detmold-Hiddesen zur Sparrenburg in Bielefeld führt, müssen knapp 7000 Teilnehmer mit Bussen von der Startnummernausgabe zum Startbereich gefahren werden. 120 Busse aus ganz Ostwestfalen sind dazu im Einsatz, die in einer langen Reihe einen guten Teil von Bielefelds Hauptstraßen blockieren. Umgekehrt müssen 7000 Kleiderbeutel in den Zielbereich zurück transportiert werden, eine Aufgabe, die das Technische Hilfswerk mit mehreren LKW löst. Allein für diese aufwändige und aus Läufersicht immer problemlose Logistik gebührt dem Veranstalter höchster Respekt. (weiterlesen…)

jk running Trainingslager 2009 – Fazit, Nachbetrachtung und Vergleich

Donnerstag, 9. April 2009
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ChampionChipPost hoc ergo propter hoc?

Wenn man nach einem anstrengenden Trainingslager die eigene Halbmarathon-Bestzeit um 88 Sekunden unterbietet, dann spricht das doch wohl für das Trainingslager, nicht wahr? Oder ist die Bestleistung vielmehr auf eine allgemein gute Verfassung des Athleten und ideale Rahmenbedingungen wie perfektes Wetter und rekordverdächtige Strecke zurückzuführen – also Bestzeit trotz Trainingslager? Diese Frage lässt sich natürlich nicht eindeutig beantworten – das Trainingslager hat Spaß gemacht und ich habe mich verbessert, diese zwei Fakten zählen, und nicht der kausale Zusammenhang. Und damit ist im Grunde auch schon die wichtigste Frage beantwortet: Würde ich wieder ein jk running Trainingslager besuchen? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ja!

Und da ich nun einmal innerhalb eines Monats sowohl das jk running Trainingslager als auch das Runner’s World Laufcamp besucht habe, werden die beiden Veranstaltungen sich aneinander messen lassen müssen: Im direkten Vergleich wirkt das Runner’s World Laufcamp noch mehr wie eine Lifestyle-Veranstaltung und hatte sicher den höheren Urlaubs- und Erholungswert. Darauf zielt das jk running Trainingslager aber auch gar nicht so sehr ab, hier geht es in der Tat eher um Leistungssteigerung oder die Vorbereitung auf ein bestimmtes Saisonziel. Das können Jens Karraß und Piet Könnicke auch sehr viel besser leisten als die Runner’s World Redakteure, denn Jens und Piet kennen die Teilnehmer – wenn schon nicht persönlich, dann doch zumindest vom Online-Training her –, und können so recht speziell auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse des Einzelnen eingehen. Die Betreuung im Runner’s World Laufcamp muss also zwangsläufig weniger individuell ausfallen.

Fazit: Erholung, Entspannung und Urlaub findet man eher bei der Runner’s World, Leistungssteigerung und gezielte Saisonvorbereitung eher bei jk running. (weiterlesen…)

Sightrunning durch Berlin

Montag, 6. April 2009

streckenbeschilderung_halbmarathonDer Berliner Halbmarathon 2009

Als ich mich Mitte Januar dazu entschied, am jk running Trainingslager in der Nähe von Berlin teilzunehmen, lag es für mich auf der Hand, am folgenden Wochenende auch gleich noch den Berliner Halbmarathon mitzunehmen: Die größte Halbmarathon- und eine der größten Laufveranstaltungen Deutschlands, eine praktisch vollständig flache Piste, eine interessante und abwechslungsreiche Strecke mit vielen Zuschauern – und das alles, ohne noch einmal extra anreisen zu müssen. Gut zwölf Wochen hatte ich noch Zeit, in Form zu kommen – das sollte doch reichen. Also Nägel mit Köpfen gemacht, den Frühbucherrabatt genutzt und angemeldet. Warum auch nicht?

Kann man bei einem M40er noch von jugendlichem Leichtsinn sprechen? Jedenfalls hatte ich mir keine Gedanken darüber gemacht, dass so ein Trainingslager ja auch anstrengend sein könnte. An Tapering, an Trainingsreduktion vor dem Wettkampf, war natürlich nicht ernsthaft zu denken. Und so kamen mir spätestens am Donnerstag doch mehr als leichte Zweifel, ob die Beine am Sonntag noch einmal 21 Kilometer hergeben würden. Aber ich war angemeldet, das Hotelzimmer war gebucht, also Augen zu und durch. Hauptsache ankommen, Zeit egal.

Der Samstag, mein erster Ruhetag seit elf Tagen, verging viel zu schnell – obwohl ich rein gar nichts gemacht habe. Und als ich am Sonntag knapp vier Stunden vor dem Start wach wurde, war mir so gar nicht nach Laufen zu Mute. Ich hätte lieber weitergeschlafen. Ich hatte schlicht und ergreifend keine Lust – obwohl sich die Beine eigentlich gut anfühlten. Aber nun war ich schon mal in Berlin… (weiterlesen…)

jk running Trainingslager 2009 – Tag 6: Die Luft ist raus…

Freitag, 3. April 2009
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jk-running-trainingslager-2009-007Zum vorerst letzten mal holt mich der Wecker zum Frühsport aus dem Tiefschlaf. Das zu schmale Sportzentrumsbett mit dem unmöglich weichen Kopfkissen werde ich sicher nicht vermissen. Auch die “Frühstücksläufe” werde ich zu hause sicher nicht fortsetzen – vor dem ersten Kaffee zu laufen funktioniert für mich einfach nicht, ich bin ganz offensichtlich Abendläufer.

Der letzte Tag im Trainingslager gestaltet sich logistisch etwas aufwändiger. Nach dem Frühstück müssen wir die Zimmer räumen, und das Gepäck wird in einer Umkleidekabine eingeschlossen, während wir uns zum letzten mal auf die Runde um den Wutzsee begeben. Zum vorerst letzten mal – denn wer weiß, ob wir “jk runner” uns nicht wieder einmal hier treffen. Das Wetter ist perfekt, die Luft frisch und klar, eine so schöne Runde wie hier habe ich zu hause nicht. Den Wutzsee werde ich also vermissen. Zumindest ein wenig. Mit dieser Seerunde mache ich die 100 Kilometer für das Trainingslager voll, keine schlechte Leistung in sechs Tagen. Und mein Herzfrequenzmesser behauptet, ich hätte fast 11.000 Kilokalorien verbrannt…

Ich muss gestehen, dass bei mir die Luft ziemlich raus ist. Vom Herz-Kreislauf-System her würde sicher mehr gehen, und auch meine Beine sind heute nicht unendlich schwer, aber der Kopf mag einfach nicht mehr. Wundere ich mich darüber? Wohl kaum! Besorgt es mich? Genau so wenig! Den Rest von heute und den ganzen morgigen Tag werde ich schlicht und ergreifend nichts tun – außer zu superkompensieren! Und pünktlich zum Berliner Halbmarathon am kommenden Sonntag werde ich topfit sein! Glaube ich! Ganz fest! Im Sport- und Bildungszentrum Lindow sind übrigens neben Anderen Henry Maske und Kristin Otto auf ihre Olympiaerfolge vorbereitet worden. Da sollte doch für mich wenigstens ein klein wenig Leistungsverbesserung drin sein… (weiterlesen…)

jk running Trainingslager 2009 – Tag 5: “Perspektivtag”

Donnerstag, 2. April 2009
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jk-running-trainingslager-2009-006Oder: Hochmut kommt vor dem Fall!

Nachdem ich mich gestern Morgen mies gefühlt habe, hatte ich ja noch einen erfolgreichen Tag und war fast schon euphorisch. Heute war es umgekehrt.

Allein der Anblick des Sees beim Verlassen des Sportzentrums löst zwar mittlerweile spontanen Muskelkater aus, aber der kurze Lauf vor dem Frühstück hat heute richtig Spaß gemacht – zum ersten mal. Wahrscheinlich habe ich mich dann nach der Nahrungsaufnahme beim Tempotraining – 6 x 1.000 Meter – zu gut gefühlt und war so euphorisch, dass ich die ersten beiden Intervalle für meine Verhältnisse viel zu schnell angegangen bin. Für die Kilometer drei, vier, fünf und sechs hieß das: zu langsam, viel zu langsam, Pause und wieder etwas besser. Ziemlich frustrierend und auch noch ein dummer Anfängerfehler: Ich habe mich von einer starken Gruppe zu stark ziehen lassen, statt mein Tempo zu rennen.

Nach dem für die hiesigen Verhältnisse erstaunlich guten Mittagessen ging es noch einmal auf eine lockere Runde um den bereits erwähnten Wutzsee. Entweder war meine Motivation nach dem Vormittag im Keller, oder die mittlerweile 81 in Lindow absolvierten Kilometer zeigen Wirkung, jedenfalls bin ich die 7,6 Kilometer um das Gewässer herum geschlichen. Man kann ja alles übertreiben – man muss aber nicht… (weiterlesen…)

jk running Trainingslager 2009 – Tag 4: Der Bayern-Express

Mittwoch, 1. April 2009
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jk-running-trainingslager-2009-0107:15 Uhr in  Lindow (Mark). Der Wecker reißt mich aus irgendeinem Traum, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit Laufen zu tun hat. In 15 Minuten steht Frühsport an. Mein Körper meldet dem Hirn eine schlechte und eine gute Nachricht. Die schlechte Nachricht: Mir tut alles weh, vor allem die diagonale Bauchmuskulatur – wahrscheinlich eine Folge des “milden” Bauchmuskeltrainings vom vergangenen Montag. Die gute Nachricht: Ich habe so etwas wie diagonale Bauchmuskulatur!

Starke 50 Kilometer in den letzten drei Tagen (und die zuvor zu hause noch gelaufenen Strecken) fordern ihren Tribut. Mein letzter Ruhetag war vor über einer Woche. Ist das noch gesund, was ich hier mache? Ich schaffe es zwar irgendwie aus dem Bett und die die Laufklamotten, aber die Frage beschäftigt mich während des gesamten allmorgendlichen Frühstückslaufs – “um wach zu werden”. Was für ein Mumpitz; zum wachwerden brauche ich eine Kaffeeinfusion und etwas Zeit, aber definitiv keine Läuferherde, die mir die Ohren mit ihren Wehwehchen vollquatscht. Das ist hier mitunter schlimmer als im Altersheim. Und verdammt nochmal, mir tut selbst alles weh!

Nach dem Frühstück ist der Tag wieder mein Freund. Komisch, früher war ich einmal ein Morgenmensch. Jetzt bin ich Morgenmuffel. Sind das die ersten Anzeichen der Midlife Crisis?

Nachdem wir gestern lang – und langsam – gelaufen sind, sollen wir heute mal die schnelle Muskulatur beanspruchen, zum Ausgleich. 30 mal gut 100 Meter stehen auf dem Programm. Intervalle sind mein Ding. Kurz und schnell kann ich. Lang und langsam nicht ganz so gut. Lang und schnell fehlt völlig in meinem Repertoire. Jedenfalls scheinen ein paar Leute in den letzten Tagen ihr Pulver verschossen zu haben – ich führe die Truppe an, und zum ersten mal in meinem Läuferleben überrunde ich sogar andere Läufer. Und ganz ehrlich – ich finde es nicht einmal zu anstrengend. Nun gut, ein kleiner, billiger Triumph sei mir gegönnt… (weiterlesen…)

jk running Trainingslager 2009 – Tag 3: Kaffee und Currywurst

Dienstag, 31. März 2009

jk-running-trainingslager-2009-004Ich wache mit schlechter Laune auf. 80 Zentimeter breite Sportschulbetten sind einfach nichts für ausgewachsene Männer. Um 21:45 Uhr – freiwillig – ins Bett und um 7:15 Uhr wieder raus, aber subjektiv kein Auge zugemacht. Nach der gestrigen Laufleistung hatte ich erwartet, zu schlafen wie ein Stein. Meine Laune wird durch die Tatsache, dass es vor dem ersten Lauf des Tages nicht einmal eine Tasse Kaffee gibt, nicht erheblich gebessert.

Aber zum ersten mal seit langer, langer Zeit scheint mal wieder die Sonne! Das hebt die Stimmung erheblich, obwohl es noch ausgesprochen frisch ist, aber im Sonnenlicht sieht sogar Raureif schön aus. Und so tut auch der kurze “Frühstückslauf” mit ein wenig Gymnastik auch richtig gut.

Die schwarze Plörre, von der man mir weis machen will, dass es sich um Kaffee handelt, reißt meine Laune allerdings schlagartig wieder Richtung Nullpunkt. Unter zwei Pötten Wachmacher passiert bei mir normalerweise morgens gar nichts. Aber dieses Zeug hier verursacht günstigenfalls nur Magengeschwüre, über die Spätfolgen will ich gar nicht nachdenken. Igitt!

Nach dem gestrigen Intervalltraining steht heute nur eine “richtige” Trainingseinheit auf dem Programm: Der lange Dauerlauf. Distanzen zwischen 7,5 und knapp 30 Kilometern sind zu absolvieren, je nach Trainingszustand und persönlichem Ziel, die Zeitvorgaben schwanken entsprechend. Mein Plan sieht knapp 20 Kilometer vor, in einigermaßen ruhigem Tempo. An einem Lauftag wie jedem anderen keine echte Herausforderung, aber mit 22 eher flotten Kilometern vom Vortag in den Beinen schon eher anspruchsvoll. Ich stoße auf ein Phänomen, das ich so bisher nicht kannte: Das Herz-Kreislauf-System hätte noch zuzulegen, Luft ist noch reichlich da, aber die Beine können einfach nicht schneller. Ich schleppe mich tapfer bis ins Ziel – über die Zeit wird allerdings der Mantel des Schweigens gebreitet bleiben. (weiterlesen…)

jk running Trainingslager 2009 – Tag 2: Kein Kindergeburtstag

Montag, 30. März 2009
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jk-running-trainingslager-2009-002Mein gestriger Eindruck – um nicht zu sagen meine böse Vorahnung – wird am zweiten Tag bestätigt: Das Klemmbrett und sein Kumpel Piet machen Ernst, das hier wird kein Kindergeburtstag und kein Picknick, hier wird Schweiß vergossen – und das reichlich! Hier trifft man sich nicht irgendwann am späten Vormittag zum Laufen und hängt den Nachmittag über in der Strandbar herum, hier gibt es um 7:30 Uhr das erste Training – von Dreien! Pro Tag! 7:30 Uhr! Hallo, ich habe Urlaub! Und zu wenig Schlaf hatte ich die letzten beiden Nächte auch.

Also stehen 30 jk runner Punkt 7:29 Uhr vor dem Sport- und Bildungszentrum Lindow und überwinden ein leichtes Frösteln, um eine ziemlich öde Drei-Kilometer-Runde mit anschließender leichter Gymnastik zu absolvieren. Nun ja, so konnte ich wenigstens meine neuen Schuhe ein wenig einlaufen. 8:30 Uhr Frühstück, nächstes Training um 10:00 Uhr. Nota bene – Training, nicht Laufen.

Und wie Training fühlt es sich auch an. Je nach Trainingszustand und Saisonplanung reißen wir 10 x 1, 6 x 2 oder 5 x 3 Kilometer herunter – auf einer wunderschönen 500-Meter-Waldweg-Runde; leicht wellig, aber nicht so eintönig wie Bahntraining. Ich laufe 10 x 1 Kilometer und habe  kaum Probleme, meine (nicht eben langsame) Zeitvorgabe deutlich zu unterbieten. Das kann eigentlich nur heißen: Die Runde ist auf keinen Fall 500 Meter lang! Aber sei es drum – der Mensch braucht nun mal ab und zu auch Erfolgserlebnisse. Mittlerweile hat sich auch die Sonne durch den Frühdunst gekämpft, das beflügelt zusätzlich. Trotzdem reichen zehn flotte Kilometer natürlich völlig aus, mich einigermaßen fertig zu machen. (weiterlesen…)


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