Artikel-Schlagworte: „Berlin“

Der Blick in die Kristallkugel: So wird das Laufjahr 2010

Freitag, 1. Januar 2010

Januar

KristallkugelDamit Haile Gebrselassie beim Dubai Marathon auch wirklich einen neuen Weltrekord läuft, setzen die Veranstalter erstmals echte Hasen  statt menschlicher Pacemaker ein. Mehrere Deutsche Kaninchenzüchtervereine können sich prachtvolle neue Vereinsheime leisten, weil die Prinzenfamilie ihnen für ihre “Deutschen Riesen” Höchstpreise zahlt. Ein Riesenkaninchen kann bis zu 50 km/h schnell laufen und ist gerade groß genug, um Gebrselassie Windschatten zu bieten. Das Experiment macht keine Schule, weil die Favoritengruppe um Gebrselassie über ein rammelndes Karnickelpaar stürzt und eine völlig unbekannte Südafrikanische Läuferin die Männerkonkurrenz gewinnt. (weiterlesen…)

Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht?

Mittwoch, 11. November 2009

Gibt es ein Leben nach dem Marathon?

Auf Holz klopfenIch kenne mich selbst ja nun schon seit einigen Jahren. Und weil ich mich so gut kenne, befürchtete ich, nach dem Marathon in ein tiefes, schwarzes Motivationsloch zu fallen. Die Versuchung, mich nach dem Erreichen des großen Ziels einfach mal ein paar Monate dem süßen Müßiggang hinzugeben, erschien mir doch recht verlockend. Dass diese Faulenz-Phase genau in eine kritische Jahreszeit fallen würde – denn die Weihnachtszeit macht ja bekanntlich Hintern breit –, war mir sehr wohl bewusst. Tief in meinem Inneren hatte ich mich bereits mit einigen Kilogramm zusätzlichen Hüftgolds arrangiert. Und im Januar hätte ich dann – gute Neujahrsvorsätze in die Tat umsetzend – den alten Einsteiger-Trainingsplan herausgesucht und mich mühsam über die ersten drei oder vier Kilometer gequält. Ewiger Anfänger eben. Den Kampf gegen die bevorstehende Motivationskrise hatte ich schon aufgegeben, bevor mir der innere Schweinehund überhaupt den Krieg erklärt hatte. Dann war es eben eine sich selbst erfüllende Prophezeiung – ich hatte mir eine Pause mehr als redlich verdient. (weiterlesen…)

Wenn ich ein Ultraläufer wäre…

Freitag, 3. Juli 2009

Rest des "Antifaschistischen Schutzwalls" an der Wilhelmstraße…und wenn auch nur der Hauch einer Chance bestünde, dass ich 80 Kilometer am Stück laufen könnte, und das auch noch zwei Tage in Folge, stünde ich schon längst auf der Teilnehmerliste beim Lauf der Erinnerung – sozusagen die Ultra-Version des Mauerweg-Laufs vom startblog-f. Nachdem Gero Mensel im letzten Jahr die 156 Kilometer alleine und non-stop gelaufen ist, lädt er anlässlich des 20. Jahrestags des Mauerfalls in diesem Jahr 20 Läufer ein, den Mauerweg mit ihm abzulaufen. Einen “geführten Trainingslauf über zwei Etappen” (77 und 79 Kilometer) nennt Gero sein Projekt, und er möchte die Gelegenheit nutzen, unterwegs auch einige Erläuterungen über die Mauer, deren Verlauf und die Opfer zu geben. Eine tolle Idee, finde ich. Und wenn ich jetzt ins Ultraläuferlager wechsle, bin ich vielleicht in fünf Jahren fit genug, um anlässlich des 25. Jahrestags mitzulaufen…

Sightrunning durch Berlin

Montag, 6. April 2009

streckenbeschilderung_halbmarathonDer Berliner Halbmarathon 2009

Als ich mich Mitte Januar dazu entschied, am jk running Trainingslager in der Nähe von Berlin teilzunehmen, lag es für mich auf der Hand, am folgenden Wochenende auch gleich noch den Berliner Halbmarathon mitzunehmen: Die größte Halbmarathon- und eine der größten Laufveranstaltungen Deutschlands, eine praktisch vollständig flache Piste, eine interessante und abwechslungsreiche Strecke mit vielen Zuschauern – und das alles, ohne noch einmal extra anreisen zu müssen. Gut zwölf Wochen hatte ich noch Zeit, in Form zu kommen – das sollte doch reichen. Also Nägel mit Köpfen gemacht, den Frühbucherrabatt genutzt und angemeldet. Warum auch nicht?

Kann man bei einem M40er noch von jugendlichem Leichtsinn sprechen? Jedenfalls hatte ich mir keine Gedanken darüber gemacht, dass so ein Trainingslager ja auch anstrengend sein könnte. An Tapering, an Trainingsreduktion vor dem Wettkampf, war natürlich nicht ernsthaft zu denken. Und so kamen mir spätestens am Donnerstag doch mehr als leichte Zweifel, ob die Beine am Sonntag noch einmal 21 Kilometer hergeben würden. Aber ich war angemeldet, das Hotelzimmer war gebucht, also Augen zu und durch. Hauptsache ankommen, Zeit egal.

Der Samstag, mein erster Ruhetag seit elf Tagen, verging viel zu schnell – obwohl ich rein gar nichts gemacht habe. Und als ich am Sonntag knapp vier Stunden vor dem Start wach wurde, war mir so gar nicht nach Laufen zu Mute. Ich hätte lieber weitergeschlafen. Ich hatte schlicht und ergreifend keine Lust – obwohl sich die Beine eigentlich gut anfühlten. Aber nun war ich schon mal in Berlin… (weiterlesen…)


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