Der Berliner Halbmarathon 2009
Als ich mich Mitte Januar dazu entschied, am jk running Trainingslager in der Nähe von Berlin teilzunehmen, lag es für mich auf der Hand, am folgenden Wochenende auch gleich noch den Berliner Halbmarathon mitzunehmen: Die größte Halbmarathon- und eine der größten Laufveranstaltungen Deutschlands, eine praktisch vollständig flache Piste, eine interessante und abwechslungsreiche Strecke mit vielen Zuschauern – und das alles, ohne noch einmal extra anreisen zu müssen. Gut zwölf Wochen hatte ich noch Zeit, in Form zu kommen – das sollte doch reichen. Also Nägel mit Köpfen gemacht, den Frühbucherrabatt genutzt und angemeldet. Warum auch nicht?
Kann man bei einem M40er noch von jugendlichem Leichtsinn sprechen? Jedenfalls hatte ich mir keine Gedanken darüber gemacht, dass so ein Trainingslager ja auch anstrengend sein könnte. An Tapering, an Trainingsreduktion vor dem Wettkampf, war natürlich nicht ernsthaft zu denken. Und so kamen mir spätestens am Donnerstag doch mehr als leichte Zweifel, ob die Beine am Sonntag noch einmal 21 Kilometer hergeben würden. Aber ich war angemeldet, das Hotelzimmer war gebucht, also Augen zu und durch. Hauptsache ankommen, Zeit egal.
Der Samstag, mein erster Ruhetag seit elf Tagen, verging viel zu schnell – obwohl ich rein gar nichts gemacht habe. Und als ich am Sonntag knapp vier Stunden vor dem Start wach wurde, war mir so gar nicht nach Laufen zu Mute. Ich hätte lieber weitergeschlafen. Ich hatte schlicht und ergreifend keine Lust – obwohl sich die Beine eigentlich gut anfühlten. Aber nun war ich schon mal in Berlin… (weiterlesen…)