Läufern, die sich (wie der Autor) mit Shin Splints herumplagen, wird unter anderem häufig empfohlen, mehr barfuß zu laufen. Moderne Laufschuhe mit ihren Bewegungskontroll-, Dämpfungs- und Stabilisierungssystemen nehmen der Fußmuskulatur so viel Arbeit ab, dass der Fuß – etwas flapsig formuliert – verdummt. Einige feine Muskeln werden zu wenig beansprucht, was ein Auslöser für das mediale Tibiakantensyndrom sein kann. Barfüßiges Gehen oder Laufen kann helfen, diese Muskulatur zu reaktivieren und Verletzungen vorzubeugen.
Nun bieten sich den in der Stadt lebenden Läufern – hat eigentlich schon jemand den Begriff Urban Runners geprägt? –, zu denen auch der Autor zählt, eher wenig Möglichkeiten, sich auf nackten Sohlen zu bewegen. Praktisch ab dem Tag unserer Geburt werden unsere Füße von gemütlichen Socken und bequemen Schuhen verzärtelt und reagieren daher empfindlich auf harte Untergründe wie zum Beispiel Asphalt. Es würde Wochen oder Monate dauern, die Fußsohlen so weit abzuhärten, dass man sich zumindest einige Hundert Meter von der Haustür entfernen kann. Und selbst dann drohen noch allerlei Unbill wie Glasscherben oder messerscharfe, spitze Steine. Eine Schnittverletzung unter dem Fuß könnte eine mehrwöchige Trainingspause bedeuten – ein zu hohes Risiko… (weiterlesen…)

Auch wenn ich mich wiederhole: Zu viel Information schadet nur. Wenn ich vom Laufen lese, will ich gute Nachrichten lesen. Hiobsbotschaften wie den Tod von 




