Wer glaubt, wir Läufer seien konsumgeil und leicht durch Werbung zu verführen, der kennt die Triple-As noch nicht: Die Anhänger angebissener Äpfel. Vermutlich hat die Firma TENA gestern einen Rekordumsatz verzeichnet, denn je näher die Vorstellung des “magischen und revolutionären” neuen Produkts der Firma Apple rückte, desto mehr ihrer Fans nässten sich ein. Die Gemeinde der Jünger von Steve Jobs erinnert mich stark an die Anhängerschar von Joanne K. Rowling. Zwar tragen sie statt Zaubererumhängen schwarze Rollkragenpullover und den Zauberstab ersetzt das iPhone, das kindliche bis kindische Verhalten ist aber bei beiden Gruppen annähernd gleich stark ausgeprägt. Fiebrig-freudige Erwartung wird bis zur Ekstase gesteigert, um sich dann in grenzenlosem Staunen zu entladen. (weiterlesen…)
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One Apple a day…
Donnerstag, 28. Januar 2010Der Blick in die Kristallkugel: So wird das Laufjahr 2010
Freitag, 1. Januar 2010Januar
Damit Haile Gebrselassie beim Dubai Marathon auch wirklich einen neuen Weltrekord läuft, setzen die Veranstalter erstmals echte Hasen statt menschlicher Pacemaker ein. Mehrere Deutsche Kaninchenzüchtervereine können sich prachtvolle neue Vereinsheime leisten, weil die Prinzenfamilie ihnen für ihre “Deutschen Riesen” Höchstpreise zahlt. Ein Riesenkaninchen kann bis zu 50 km/h schnell laufen und ist gerade groß genug, um Gebrselassie Windschatten zu bieten. Das Experiment macht keine Schule, weil die Favoritengruppe um Gebrselassie über ein rammelndes Karnickelpaar stürzt und eine völlig unbekannte Südafrikanische Läuferin die Männerkonkurrenz gewinnt. (weiterlesen…)
Mein Hausarzt Dr. Quelle
Dienstag, 14. Juli 2009
Es steht auf keiner Dopingliste – noch, muss man sagen. Kein Journalist wagt es, offen darüber zu reden oder zu schreiben. In Fachkreisen weiß man aber längst, dass es in ausnahmslos jeder Sportart mittlerweile gang und gäbe ist. Und als wäre es nicht schlimm genug, dass Berufssportler ihre Leistungsfähigkeit mit unlauteren Mitteln steigern wollen, nein, auch so gut wie jeder Amateur- und Freizeitsportler ergreift mittlerweile ähnliche Maßnahmen. Und wenn Jens Voigt, sowohl Inbegriff des arbeitssamen Deutschen als auch des sauberen und deshalb bestenfalls mäßig erfolgreichen Athleten, vor laufenden Fernsehkameras sagt, “Ich hätte in den letzten drei Monaten mehr trainieren können”, dann ist der Aufschrei der enttäuschten Sportanhänger, die noch an das Gute im Menschen geglaubt haben, quer durch die Republik zu hören: Jens Voigt trainiert! Von dem hätten wir das aber nicht gedacht. (weiterlesen…)



