Artikel-Schlagworte: „innerer Schweinehund“

Natürlich laufen!

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Oder: Eine sehr persönliche Betrachtung zum Jahresende.

Healthy FeetDer Mensch im Allgemeinen und der Blogger im Besonderen nimmt sich am Jahresende gerne die Zeit, Rückschau zu halten und den Blick in die Zukunft zu richten. Das gilt umso mehr, wenn ein vermeintlicher Dekadenwechsel bevorsteht. Was, nebenbei bemerkt, in wenigen Stunden nicht der Fall sein wird. Zwar “nullen” wir – was ja durchaus auch Grund zu besonderer Freude geben mag –, aber ein neues Jahrzehnt wird erst in gut einem Jahr anbrechen. Der Mensch – wenn er nicht gerade homo informaticus ist – beginnt eine Zählung üblicherweise mit der Eins. Und da davon auszugehen ist, dass die Informatikkenntnisse der frühen Christen eher bescheiden waren, können wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es zwischen den Jahren 1 v. Chr. und 1 n. Chr. kein Jahr 0 gegeben hat. Aber wie sagt man in meiner Familie so schön: So genau scheißt kein Schwein. Genug der Abschweifung. (weiterlesen…)

Wintertraining

Freitag, 11. Dezember 2009

Das Michelin MännchenDraußen ist es kalt, es regnet, und ich habe auch die eine oder andere Schneeflocke gesehen. Nicht mein Laufwetter! Ich habe keine Lust, mich dick einzupacken und auszusehen wie der Marshmallow-Man oder das Michelin-Männchen, nur um trotzdem triefend nass zu werden und kalte Füße zu bekommen. Vielleicht habe ich bisher einfach nur noch nicht die optimale Laufjacke gefunden – obwohl ich bereits etliche Euro in allerfeinste High-Tech-Fasern investiert habe. Die versprechen aber sehr viel mehr, als sie halten. Die unteren Abschnitte meiner oberen Extremitäten neigen nämlich zu verstärkter Transpiration. Ich schwitze also an den Unterarmen wie die Sau. Im Sommer – mit kurzen oder gar keinen Ärmeln – ist das überhaupt kein Problem: Da spritzt die Plörre bei jeder Armbewegung einfach weg und malt Rohrschachttests auf den Asphalt. Im Winter aber – unter Fleece oder Windstopper und wie sie alle heißen mögen – sammelt sich die Suppe in den Ärmeln der Jacke. So lange man die Unterarme annähernd waagerecht hält, wie das ja beim Laufen meist der Fall ist, merkt man das eigentlich nicht. Aber wehe, man fummelt nach dem Lauf in der Gesäßtasche herum, um den Haustürschlüssel zu finden: Dann schießt die Suppe mit einem Schwall in die Tights und bahnt sich ihren Weg durch die Crena ani. Während man die andere Hand locker an der Seite baumeln lässt, tropft dort der Schweiß vom Ärmelbündchen direkt in den Laufschuh. (weiterlesen…)

Die Drei Fragen

Dienstag, 3. November 2009

FragezeichenDie geneigte Leserin und der geneigte Leser warten hoffentlich immer noch gespannt auf meinen Bericht zum München Marathon 2009. Aber als mein Endorphinspiegel endlich wieder ein Niveau erreicht hatte, auf dem ich halbwegs sinnvolle und zusammenhängende Sätze ohne übermäßigen Gebrauch der Worte “Yippie-Ya-Yeah, Schweinebacke!” zu bilden, wurde die Erzählung allerdings ein wenig zu lang und verlangte nach einer sinnvollen Unterteilung. Aus Musikalben werden ja auch Singles ausgekoppelt. Als kleinen Appetitmacher auf den noch zu veröffentlichenden Artikel hier also ein paar Randgedanken. Denn es gibt drei Fragen, die das Läuferleben nicht nur begleiten, sondern es über mehrere Ebenen hinweg regelrecht durchdringen: (weiterlesen…)

Das Leben ist hart, aber ungerecht!

Mittwoch, 28. Oktober 2009

SchneckeDie sieben Pacemaker, die Haile Gebrselassie bei der jüngsten Auflage des Berlin Marathons zum Sieg und zum Weltrekord über 30 Kilometer gezogen haben, dürften dafür ein sicherlich nicht ganz kleines Honorar erhalten haben. Dabei hat keiner der glorreichen Sieben mehr als drei Viertel des Rennens absolviert. Wenn ich weite Teile des Läuferfelds über die volle Distanz vor mir hertreibe, und allein meine Präsenz für Bestleistungen in der breiten Masse sorgt – “Von dem Dicken lasse ich mich nicht überholen!” –, sehe ich dafür keinen Cent. Dabei sollte jeder Veranstalter froh darüber sein, mich – den Fleisch gewordenen inneren Schweinehund – im Teilnehmerfeld zu haben. Stark behaart, unmenschlich schwitzend und guttural grunzend verbreite ich so viel Schrecken unter den Schnecken, dass der Zielschluss kein Thema ist. (weiterlesen…)

Anleitung zum Unglücklichsein

Samstag, 19. September 2009

FußVor fast acht Monaten verfasste ich den ersten Eintrag in diesem Blog. Damals plante ich, auch und vor allem die “hässliche Fratze” des Laufens zu zeigen. Von zermürbenden Dialogen mit dem inneren Schweinehund wollte ich berichten. Über die unmenschlichen Qualen knallharter Trainingseinheiten wollte ich schreiben. Ausbleibende Erfolge und zunehmende Frustration wollte ich beklagen. Motivationslöcher, Krankheiten und Verletzungen wollte ich als ständige und lästige Begleiter des Läufers enttarnen. Von Blut, Schweiß und Tränen sollte dieses Blog handeln und so die allgegenwärtigen Lobgesänge auf das Laufen karikieren. Aber erstens kommt es anders, als man zweitens meistens denkt! Und wenn Du denkst Du denkst dann denkst Du nur Du denkst… (weiterlesen…)

Mein Mainzer Mini-Médoc

Sonntag, 23. August 2009

WeintraubeWenn man paraverwandschaftlich in eine Region verbunden ist, die sich 2009 zum elitären Kreis der “Great Wine Capitals” zählen darf, dann lässt sich um diese Jahreszeit der eine oder andere Besuch eines Weinfests praktisch nicht vermeiden. Sofern man die touristisch vollständig erschlossenen Orte meidet und sich auf die kleinen Weinbaugemeinden konzentriert, findet man dort charmante, gemütliche, fast schon familiäre Feste vor und kann die eine oder andere Perle Deutscher Winzerkost verköstigen. Sozialisation und Wahlheimat prägten mich zwar zum Biertrinker, aber auch zum Genussmenschen – und als der mag ich auch zu einem guten Wein nicht nein sagen. Und so war ich am gestrigen Abend vielleicht nicht gezwungen, aber doch irgendwie verpflichtet, das eine oder andere – sehr kleine – Glas zu leeren. (weiterlesen…)

Panierte Schnitzel sind die Helden des Herbsts

Freitag, 21. August 2009

SonnigIch mag den Sommer, den Stammleserinnen und -lesern dieses Blogs wird das vermutlich nicht entgangen sein. Blauer Himmel und Sonnenschein heben meine Stimmung deutlich, und ich bilde mir ein, dass es vielen anderen Menschen genau so geht. Sommer und Sonne führen allerdings selbst in unseren Breiten zu Wärme oder Hitze – aber beide sind mir persönlich lieber als winterliche Kälte. Meteorologisch-klimatologisch betrachtet spricht man ab einer Tageshöchsttemperatur von 25° C von einem Sommertag, ab 30° C wird auch von einem Heißen Tag gesprochen. In München, der einzigen Stadt, für die ich entsprechende Zahlen gefunden habe, kann man in einem durchschnittlichen Jahr mit etwa 54 Sommertagen und etwa 13 Heißen Tagen rechnen. Zum Vergleich: Durchschnittlich sinken dort an 61 Tagen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt (Frosttag), an 21 dieser Tage wird es auch nicht wärmer (Eistag). (weiterlesen…)

Das Salz in der Suppe

Sonntag, 26. Juli 2009

KochbücherIn mancher Hinsicht ähnelt das Laufen dem Kochen: Um ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen, braucht man etwas Zeit, reichlich Geduld, gute Zutaten und viel Liebe zum Detail. So wie man Tag für Tag und Woche für Woche das gleiche, erprobte Gericht kochen könnte, kann man natürlich auch Tag für Tag und Woche für Woche eine bekannte Strecke im gewohnten Tempo laufen. Und so wie das immer gleiche Gericht einigermaßen wohlschmeckend und sättigend sein wird, wird auch der immer gleiche Lauf leidlich Spaß machen und für einen ausreichenden Trainingseffekt sorgen. Bewährtes muss zwar nicht schlecht sein, bietet aber Spielraum für Verbesserungen: Etwas Abwechslung und Experimentierfreude können den Gaumen erfreuen und den Körper besser mit dem Notwendigen versorgen. Und im Laufalltag versprechen Variation und Ablegen von Gewohnheiten mehr Spaß und effektiveres Training. (weiterlesen…)

Tempobolzen im Dauerregen

Samstag, 6. Juni 2009

Der innere Schweinehund schlägt zurück

pfuetze_im_regenEinen Tempodauerlauf fordert der Trainingsplan. Das Wetter macht mehr Lust auf einen heißen Tee. Zehn Kilometer, und zwar zackig, irgendwo in der Nähe des Halbmarathon-Renntempos, sagt der Trainer. Der pünktlich zum Trainingsbeginn einsetzende Dauerregen spricht eher für einen gemütlichen Nachmittag auf dem Sofa. Der Läufer schimpft über den Wetterbericht, in dem von sintflutartigen Regenfällen keine Rede war. Und zum ersten mal seit langer, langer Zeit hat der innere Schweinehund wieder Oberwasser und lacht sich ins Fäustchen. Aber wie sagt Achim Achilles so schön: “Lerne Laufen ohne Leiden”. Vielleicht kann ja auch ich den Regen lieben lernen, wie zum Beispiel der DocRunner oder Marcus, der Täglichläufer. Keinen Hund würde man bei diesem Wetter vor die Tür jagen – aber dem Schweinehund, dem alten Drecksack, dem werde ich es zeigen. Mal sehen, ob er noch lacht, wenn ihm das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht… (weiterlesen…)

Parkspaziergang bei Kaiserwetter

Samstag, 23. Mai 2009

Münchner-Kindl-Lauf StartZur Zeit ist alles ganz einfach. Ich ziehe mir die Schuhe an und laufe – ganz selbstverständlich, ohne darüber nachzudenken. Motivationsprobleme sind aktuell kein Thema. Der Innere Schweinehund hat Sommerpause. Fast fühlt es sich so an, als ob nicht ich laufe, sondern als ob es mich läuft. Was immer “es” auch sein mag. Will ich eigentlich noch laufen? Oder muss ich es mittlerweile schon? Wenn das Wetter so herrlich ist wie heute, dann muss ich… (weiterlesen…)


Blogverzeichnis   Bloggeramt.de   Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de   Bloggernetz - der deutschsprachige Pingdienst   Add to Technorati Favorites   Blog Top Liste - by TopBlogs.de   Trigami

© 2009-2010 Semper Tiro