Artikel-Schlagworte: „Kommentar“

Die Sache mit den Kommentaren

Donnerstag, 21. Januar 2010

Oder: Bedienungsanleitung für dieses Blog

SprechblaseIn dem Teil der Blogosphäre, über den ich zumindest gelegentlich die Augen schweifen lasse, wird mitunter die Auffassung vertreten, es sei die Pflicht des Autors, auf jeden einzelnen Kommentar zu einem Artikel zu reagieren, also zurückzukommentieren. Jüngst wurde diese Forderung zum Beispiel in den Kommentaren bei Miss Monster oder in einem Artikel von Margitta laut. Ein Blogger, so wird unterstellt, der Kommentare nicht beantwortet, zeige dadurch, dass er oder sie die Anmerkungen zu seinem oder ihrem Artikel gar nicht liest, seine oder ihre Leser mithin geringschätzt. Als unhöflich und stillos wird ein solcher Mensch bezeichnet. Mit Verlaub, liebe Blogger-Gemeinde, aber das ist schlichtweg Unfug. Jeder einzelne Blogbetreiber freut sich über jeden einzelnen Leser und über jeden einzelnen Kommentar. Und das ist keine Meinung, sondern eine Tatsache – zumindest bis zum Beweis des Gegenteils. Die Behauptung, fehlende Kommentarkommentare seien ein Zeichen von Respektlosigkeit, ist damit in etwa so sinnhaft wie ein Zitat, das vor einiger Zeit in Caschys Blog zu lesen war: “Unter einem guten Beitrag keinen Kommentar zu hinterlassen, ist wie einem guten Kellner kein Trinkgeld zu geben”. (weiterlesen…)

Die spinnen, die Läufer!

Sonntag, 1. Februar 2009

Dass Läufer mitunter ein ziemlich eigenes Völkchen sein können, ist keine echte Neuigkeit mehr. Als Individualsportler sind sie tendenziell Einzelgänger, und wahrscheinlich spielt auch die “Einsamkeit des Langstreckenläufers” – speziell bei langen Läufen – eine gewisse Rolle. Zu lange mit dem eigenen Kopf allein sein – möglicherweise ist das nicht immer gut…

Zum Beispiel höre ich heute von einer Bekannten, dass sie bei ihrem (jetzt Ex-) Lauftreff ausgelacht wurde, als sie nach 12 Kilometern ausstieg und nicht wie alle anderen die 20 vollmachen wollte. Geht gar nicht, liebe Lauffreunde! Egal, wie ambitioniert Ihr seid, wie lange oder wie schnell Ihr laufen könnt – man lacht andere Läufer nicht aus.

In einem Forum lese ich, dass ein Läufer (nennen wir ihn mal A) einem anderen Läufer (der Einfachheit B genannt) die Freundschaft kündigt, weil B an einem 50-Kilometer-Lauf teilgenommen hat und den in 3:30 beendet hat, obwohl er vorher angekündigt hatte, auf keinen Fall schneller als 4:00 laufen zu wollen. Geht gar nicht, lieber Lauffreund. Glückwünsche an B wären angebracht, Missgunst steht niemand gut zu Gesicht – und wenn schon missgünstig sein, dann doch bitte nicht in einem öffentlichen Forum!

Ich sag’s ja: Die spinnen, die Läufer!

Emotionale Völlerei

Dienstag, 27. Januar 2009

Der heutige Sport-Kommentar bei FAZ.NET gefällt mir. Ich war über 20 Jahre in einer Mannschaftssportart aktiv und habe wahrlich nicht nur schlechte Verlierer, sondern auch reichlich schlechte Gewinner gesehen. Und während ich für die Erstgenannten Verständnis entwickeln kann, finde ich es völlig indiskutabel, klar unterlegene Gegner auch noch demütigen zu wollen. Emotionale Völlerei ist da ein sehr schöner Begriff.

Vielleicht denkt ja der kenianische Sportfreund daran, bevor er mich beim nächsten 10 km Lauf überrundet…


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