Als unverbesserlicher Geburtstags- und Hochzeitstagsvergesser habe ich selbstverständlich auch mein gestriges Blogjubiläum geflissentlich ignoriert. Den Begriff “Geburtstag” vermeide ich in Zusammenhang bewusst – denn der Tag, an dem ein Blog sich selbst mit Inhalten zu befüllen oder gar Fortpflanzungsstrategien zu entwickeln beginnt, wird der Tag sein, an dem ich den Kampf gegen die Maschinen aufnehme! Gestern vor einem Jahr also habe ich meinen ersten Eintrag für dieses Blog verfasst. Dass die Rückschau nicht zu meinen Stärken zählt, habe ich bereits in epischer Breite dargelegt – aber ich hatte einfach Lust dazu, eben diesen ersten Artikel noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Als leidgeprüftes Kommunikationsseminaropfer stellte ich seinerzeit eingangs drei – selbstverständlich rhetorische – Fragen, die ich heute noch einmal aufgreifen möchte. (weiterlesen…)
Artikel-Schlagworte: „Rückblick“
Eins
Dienstag, 26. Januar 2010Und es war Sommer
Donnerstag, 3. September 2009
Der im Freistaat Bayern lebende Mensch – der deshalb nicht unbedingt ein Bayer sein muss – betrachtet den Sommermonat August mit gemischten Gefühlen. Einmal davon abgesehen, dass er oft genug den typisch-bayrischen weiß-blauen Himmel zeigt und angenehm warme Temperaturen mitbringt, beschert er den meisten Gemeinden mit Mariä Himmelfahrt am 15. des Monats einen im übrigen Deutschland praktisch unbekannten Feiertag – und den Augsburgern mit ihrem Friedensfest am 8. sogar noch einen weiteren, sehr exklusiven. Für schulpflichtige Kinder und deren Eltern bedeutet der August vor allem eins: Endlich Ferien! Denn Bayern beendet das Schuljahr traditionell als letztes Bundesland. Dass die ein bis zwei Bonus-Feiertage ausgerechnet im Hauptferienmonat liegen müssen, bietet natürlich auch einen Grund ordentlich zu grantln. Die Ferien spülen zudem selbstverständlich jede Menge Touristen in den Freistaat und vor allem in seine Landeshauptstadt. Und auch über die Saupreissn, die japanischen, oder die Mistpreissn, die italienischen, oder generell die Preissn aus aller Welt, die damischen, lässt sich freilich trefflich schimpfen. Zu allem Überfluss trägt der August auch noch den Namen eines römischen Kaisers, eines fiesen Eroberers und Besatzers, eines Mistpreissn, eines römischen eben. Und um die Sammlung nutzlosen Wissens zu komplettieren: In Nicht-Schaltjahren beginnt kein anderer Monat mit dem gleichen Wochentag wie der August. Erschütternd, nicht wahr? (weiterlesen…)
Was für eine Woche
Sonntag, 7. Juni 2009
Rückblicke sind eigentlich nicht so meine Sache. Aber während ich am Sonntagabend mein Lauftagebuch auf den neuesten Stand bringe, stelle ich fest, dass ich in den vergangenen sieben Tagen so viele Kilometer unter die Schuhe genommen habe, wie seit dem Trainingslager vor zwei Monaten nicht mehr. Ziemlich genau 75 Kilometer stehen für die letzte Woche zu Buche, ein Auftakt nach Maß für den Juni. Zur Zeit bin ich einfach richtig gut drauf – und jetzt suche ich mir erst einmal ein Stück Holz, auf das ich klopfen kann, damit das auch so bleibt. Aber eigentlich bin ich ja gar nicht abergläubisch. Und eigentlich bin ich mit diesem Blog ja auch angetreten, um der Leserschaft die mitunter hässliche Fratze des Laufens vor Augen zu führen. Einen Kontrapunkt zur immer heilen und ständig sonnigen Laufwelt der Hochglanzmagazine wollte ich setzen. Und plötzlich kann ich selbst nur darüber schreiben, wie locker und leicht derzeit alles läuft? Aber die Erfahrung lehrt uns: Es werden auch wieder harte Zeiten kommen. Und deshalb muss man die wenigen Tage, an denen es einfach nur läuft, schlicht und ergreifend auskosten… (weiterlesen…)



