Seitdem ich mein erstes richtiges Paar Laufschuhe besitze, frage ich mich, woran mal wohl merkt, dass die guten Stücke verschlissen sind und man nicht mehr in ihnen laufen sollte. Bei “Straßenschuhen” ist das leicht: Wenn ihr Äußeres selbst nach einer ausgiebigen Schuhcremekur nur noch missbilligende Blicke der Partnerin provoziert, treten sie ihre letzte Reise zum Altschuhcontainer an. Diesen Maßstab kann ich an Laufschuhe unmöglich anlegen – dann müsste ich nach jedem zweiten Lauf zum Dealer meines Vertrauens schleichen. Die Laufschuhersteller selbst halten ihre High Tech Produkte allerdings auch nicht für sonderlich belastbar – eine prognostizierte Lebensdauer von bis zu 1.200 Kilometern liegt da schon weit über dem Durchschnitt. Der Pessimismus der Produzenten wundert freilich nicht weiter, denn schließlich sollen wir ja in der nächsten Saison das Nachfolgemodell unseres Lieblingsschuhs kaufen. Vor diesem Hintergrund ist es sicher kein Zufall, dass die von den Herstellern empfohlenen 500 bis 1.200 Kilometer in etwa der Strecke entsprechen, die ein Läufer pro Jahr in einem Paar Schuhe zurücklegt. (weiterlesen…)
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Älter heißt reifer
Dienstag, 2. Februar 2010Kreuzweise
Dienstag, 9. Juni 2009
Die wohl allseits bekannte Stiftung Warentest hat sich in der aktuellen Ausgabe 6/2009 ihrer Zeitschrift “test” unter anderem 19 Laufschuhmodelle näher angesehen. Wie immer wenn die Stiftung testet, muss man sich die Bewertungskriterien und deren Gewichtung ganz genau ansehen, um die Ergebnisse richtig interpretieren zu können. Und obwohl die Berliner Warentester nicht eben zur ersten Riege der Laufexperten zu zählen sind, überraschen die Testergebnisse dann am Ende doch nicht wirklich. Generell, und das kann man nicht oft genug wiederholen, sind Laufschuhtests aber mit größter Vorsicht zu genießen – entscheidend ist, wie gut der Schuh zum Läufer passt! Wenig Neues bietet der mit “Laufen ohne Leiden” überschriebene Artikel also – aber ein kleiner gelber Kasten auf Seite 69 hat den Wissenschaftler in mir neugierig gemacht. (weiterlesen…)
Der Schuhtick
Donnerstag, 28. Mai 2009
Ruhetage mögen der hochsensiblen Läuferphysis sensationelle Leistungsschübe bescheren, für die Läuferpsyche sind sie Gift. Der Energieüberschuss lässt den Athleten merkwürdige Dinge tun. Wie zum Beispiel die in der ganzen Wohnung verstreuten Laufklamotten zusammen zu suchen, um sie fein säuberlich an ihrem angestammten Platz zu verstauen. Unglaubliches wird dabei ans Tageslicht befördert. (weiterlesen…)
jk running Trainingslager 2009 – Tag 6: Die Luft ist raus…
Freitag, 3. April 2009
Zum vorerst letzten mal holt mich der Wecker zum Frühsport aus dem Tiefschlaf. Das zu schmale Sportzentrumsbett mit dem unmöglich weichen Kopfkissen werde ich sicher nicht vermissen. Auch die “Frühstücksläufe” werde ich zu hause sicher nicht fortsetzen – vor dem ersten Kaffee zu laufen funktioniert für mich einfach nicht, ich bin ganz offensichtlich Abendläufer.
Der letzte Tag im Trainingslager gestaltet sich logistisch etwas aufwändiger. Nach dem Frühstück müssen wir die Zimmer räumen, und das Gepäck wird in einer Umkleidekabine eingeschlossen, während wir uns zum letzten mal auf die Runde um den Wutzsee begeben. Zum vorerst letzten mal – denn wer weiß, ob wir “jk runner” uns nicht wieder einmal hier treffen. Das Wetter ist perfekt, die Luft frisch und klar, eine so schöne Runde wie hier habe ich zu hause nicht. Den Wutzsee werde ich also vermissen. Zumindest ein wenig. Mit dieser Seerunde mache ich die 100 Kilometer für das Trainingslager voll, keine schlechte Leistung in sechs Tagen. Und mein Herzfrequenzmesser behauptet, ich hätte fast 11.000 Kilokalorien verbrannt…
Ich muss gestehen, dass bei mir die Luft ziemlich raus ist. Vom Herz-Kreislauf-System her würde sicher mehr gehen, und auch meine Beine sind heute nicht unendlich schwer, aber der Kopf mag einfach nicht mehr. Wundere ich mich darüber? Wohl kaum! Besorgt es mich? Genau so wenig! Den Rest von heute und den ganzen morgigen Tag werde ich schlicht und ergreifend nichts tun – außer zu superkompensieren! Und pünktlich zum Berliner Halbmarathon am kommenden Sonntag werde ich topfit sein! Glaube ich! Ganz fest! Im Sport- und Bildungszentrum Lindow sind übrigens neben Anderen Henry Maske und Kristin Otto auf ihre Olympiaerfolge vorbereitet worden. Da sollte doch für mich wenigstens ein klein wenig Leistungsverbesserung drin sein… (weiterlesen…)
Ich bin süchtig!
Sonntag, 29. März 2009
Ich sollte einfach Samstags nicht mehr in die große Stadt fahren. Denn dort komme ich – mehr oder minder zwangsläufig – nicht nur an einem, sondern mindestens drei Dealern vorbei. Vor vielen Jahren haben die mich angefixt, und seitdem komme ich nicht mehr runter von dem Stoff. Ich bin voll auf EVA und PU – Ethylen-Vinyl-Acetat und Polyurethan. Allerdings rauche oder spritze ich es nicht – das Zeug wird in Laufschuhen verarbeitet!
Ein typischer Samstag in der Fußgängerzone. Eigentlich möchte ich nach etwas ganz Anderem schauen, vergesse aber sofort, was ich eigentlich wollte, als ich an dem kleinen, feinen Laden vorbeikomme, aus dem es so herrlich synthetisch herausduftet. Der Geist ist willig, das Fleisch schwach, und Sekunden später stehe ich vor dem Regal über dem “Men Running” steht. Nur mal schauen! Veltins: Nur gucken, nicht anfassen!
“Kann ich Ihnen helfen?”, höre ich es hinter mir. “Nein danke, ich schaue nur einmal.” Ich bin stolz auf mich. Aber nur Sekundenbruchteile. Wem machen wir hier eigentlich etwas vor? “Äh, vielleicht können Sie mir doch helfen…” Ist doch wahr! Mein Lieblingspaar Laufschuhe verursacht bei mir neuerdings Achillessehnenprobleme, muss also dringend ausrangiert werden – und deshalb muss Ersatz her. Die anderen sieben Paar Schuhe werden ja sonst überstrapaziert. (weiterlesen…)
Schuhe lebenslänglich!
Freitag, 27. Februar 2009Quelle: http://www.runnerspoint-staffellauf.de/
Schuhe lebenslänglich! Runners Point verlost 10 Träume
Februar 2009
Schuhe lebenslänglich! Den Traum nicht weniger Frauen träumen sicher auch nicht wenige Männer – wenn auch in etwas anderer Form. Für zehn Running Fans lässt RUNNERS POINT in einer einmaligen Aktion in der 25-jährigen Firmengeschichte diesen Traum nun wahr werden: Zwei Teams, also zehn Starter des RUNNERS POINT Staffellaufs dürfen sich bis an ihr Lebensende jedes Jahr ein paar neue (Lauf-)Schuhe aus dem Runners Point Sortiment aussuchen! (weiterlesen…)
Langzeittest: Nie wieder Schuhe schnüren!
Samstag, 21. Februar 2009Ursprünglich wurden sie wohl für Triathleten entwickelt: Schnürsysteme, die “normale” Sport- und vor allem Laufschuhe quasi in Slipper verwandeln. Es ist auch unmittelbar einleuchtend, dass sich beim Triathlon wertvolle Sekunden sparen lassen, wenn man sich beim Wechsel von der Rad- auf die Laufstrecke nicht noch einmal hinknien muss, um die Schuhe zu binden. Nun bin ich (jedenfalls zur Zeit) kein Triathlet, und Läufer wechseln ja im Allgmeinen nicht während eines Trainings oder Wettkampfs das Material – bietet ein solches Schnürsystem einem “Nur-Läufer” also überhaupt Vorteile? Und wie bewährt es sich im praktischen Einsatz? (weiterlesen…)
Dinge, die jeder Läufer braucht – und die bisher niemand erfunden hat (1): Der Laufschuh-Humidor
Sonntag, 15. Februar 2009Schon lange ist der Läufer von einer boomenden Sportartikelindustrie als Konsument und dankbares Opfer entdeckt worden. Zu verlockend sind die Versprechungen von neuer Bestzeit, weniger Anstrengung oder mehr Laufspaß, als dass der Durchschnittsläufer ihnen widerstehen könnte. Da wundert es, dass es einige Dinge, die eigentlich jeder Läufer braucht, noch nicht käuflich zu erwerben sind…
Nach jedem Lauf, zumindest bei widriger Witterung, steht der Läufer vor dem gleichen Problem: Wohin mit den Laufschuhen? Schön warm wollen es die durchnässten Schuhe haben, aber die unmittelbare Nähe einer Hitzequelle tut ihnen nicht gut. Von draußen hereingeschleppte Nässe und Schmutz andererseits können die heimischen Bodenbeläge verunstalten – einmal abgesehen davon, dass ein Stapel gut eingelaufener und entsprechend schmutziger Laufschuhe wohl nur Läuferherzen höher schlagen lässt. Und nicht zuletzt duften mehrfach getragene Laufschuhe auch nicht gerade wie ein Strauß Rosen. (weiterlesen…)
Winterreifen für den Läufer
Samstag, 14. Februar 2009Dass ich – im Grunde – ganz gerne im Winter und auf Schnee laufe, habe ich ja bereits verschiedentlich kundgetan. Nun lebe ich aber in einer Gegend Deutschlands, in der es reichlich Schnee gibt. Und irgendwann ist es dann ja auch mal gut…
Nicht nur in dieser Woche musste ich mich über Schnee und Schneematsch quälen. Das war unglaublich kraftraubend, weil bei fast jedem Schritt der Fuß ein wenig wegrutscht. Und über eine Stunde Dauerlauf summieren sich diese Rutscher eben auf. Als ich dann heute beim morgendlichen Blick aus dem Fenster wieder in eine weiße Pracht schauen dürfte, sank meine Laufmotivation auf Null. Und was tut der Läufer, wenn seine Motivation im Keller ist? Richtig, er kauft sich neue Laufschuhe…
Vielleicht waren ja gar nicht Wetter und Untergrund Ursache für meine Kraftverschwendung, sondern schlechtes Material. Von sogenannten Trailschuhen hatte ich bisher nur gehört, die aber eher in die Angeber-Ecke eingeordnet. Ein guter Laufschuh muss für jedes Wetter taugen, dachte ich mir. Ich jedenfalls war mit meinen Schuhen bisher bei Wind und Wetter und in jedem Gelände zurecht gekommen. Aber getreu dem Motto “Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung” besuchte ich ein wenig skeptisch den Laufschuhexperten meines Vetrauens, um mir Winterbereifung zuzulegen. (weiterlesen…)





