Artikel-Schlagworte: „Sonne“

Equinox

Mittwoch, 23. September 2009

Celestial EquatorWenn man der internationalen Sammelstelle für mehr oder minder gesundes Halbwissen – im Volksmund auch Wikipedia genannt – Glauben schenken darf, betrug gestern um 23:18 Uhr die scheinbare geozentrische ekliptikale Länge der Sonne genau 180°. »Fragewort mit zwei Buchstaben: Hä?« Die Sonne durchschritt den Himmelsäquator von Norden nach Süden. »Erklär mir das bitte nochmal als wäre ich 4 Jahre alt!« Man nennt das auch Herbst-Tagundnachtgleiche, oder in gepflegtem Latein: Sekundar-Äquinoktium. »Ja nee, is klar!« Die Tage sind jetzt für ein halbes Jahr kürzer als die Nächte. »Krass!« Rein astronomisch betrachtet hat also der Herbst begonnen. »Juhu!« Du freust Dich auf den Herbst? »Nein, ich habe endlich verstanden, worum es geht…« (weiterlesen…)

Panierte Schnitzel sind die Helden des Herbsts

Freitag, 21. August 2009

SonnigIch mag den Sommer, den Stammleserinnen und -lesern dieses Blogs wird das vermutlich nicht entgangen sein. Blauer Himmel und Sonnenschein heben meine Stimmung deutlich, und ich bilde mir ein, dass es vielen anderen Menschen genau so geht. Sommer und Sonne führen allerdings selbst in unseren Breiten zu Wärme oder Hitze – aber beide sind mir persönlich lieber als winterliche Kälte. Meteorologisch-klimatologisch betrachtet spricht man ab einer Tageshöchsttemperatur von 25° C von einem Sommertag, ab 30° C wird auch von einem Heißen Tag gesprochen. In München, der einzigen Stadt, für die ich entsprechende Zahlen gefunden habe, kann man in einem durchschnittlichen Jahr mit etwa 54 Sommertagen und etwa 13 Heißen Tagen rechnen. Zum Vergleich: Durchschnittlich sinken dort an 61 Tagen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt (Frosttag), an 21 dieser Tage wird es auch nicht wärmer (Eistag). (weiterlesen…)

Zeitlupenlaufen und Krampf auf dem Klo

Mittwoch, 22. Juli 2009

Schweiß auf der GlatzeBlauer Himmel, strahlende Sonne und 30°C im Schatten – nicht schwül, einfach nur heiß – das ist mein Laufwetter. Vermutlich bin ich das einzige Exemplar des wechselwarmen Homo sapiens: Je wärmer es ist, desto höher ist meine gefühlte Leistungsfähigkeit. Entgegen dem gängigen Wohlfühl- und Schönheitsideal bin ich erst glücklich, wenn kein Quadratmillimeter meiner Laufkleidung mehr trocken ist und der Schweiß gleich literweise auf den Boden tropft. Dann habe ich das gute Gefühl, hart trainiert zu haben. Wenn dann, so wie gestern, auch noch ein verhältnismäßig happiges Tempotraining auf dem Plan steht, macht das meinen Tag schon fast perfekt – sorgt aber mitunter auch für eine harte Nacht… (weiterlesen…)

Textile Abrüstung

Dienstag, 26. Mai 2009

Sonnenschein hebt nicht nur ganz allgemein meine Stimmung, sondern steigert auch meine Lust aufs Laufen erheblich. Anders als vielen anderen Läufern macht mir Hitze eher wenig aus. Speziell beim Tempotraining gilt für mich: je heißer, desto besser. Das erhöht den Quäl-Dich-Faktor und damit den Spaß. Aber natürlich ist irgendwann die Schmerzgrenze erreicht. Drei untrügliche Signale deuten darauf hin, dass es selbst mir einen Hauch zu warm ist. (weiterlesen…)

Parkspaziergang bei Kaiserwetter

Samstag, 23. Mai 2009

Münchner-Kindl-Lauf StartZur Zeit ist alles ganz einfach. Ich ziehe mir die Schuhe an und laufe – ganz selbstverständlich, ohne darüber nachzudenken. Motivationsprobleme sind aktuell kein Thema. Der Innere Schweinehund hat Sommerpause. Fast fühlt es sich so an, als ob nicht ich laufe, sondern als ob es mich läuft. Was immer “es” auch sein mag. Will ich eigentlich noch laufen? Oder muss ich es mittlerweile schon? Wenn das Wetter so herrlich ist wie heute, dann muss ich… (weiterlesen…)

Osterlauf im Weinberg

Montag, 13. April 2009

Fotosafari im Weinberg 1In praktisch allen Lauf- und Läuferblogs wurde in den letzten Tagen vom fantastischen Wetter geschwärmt. Im Grunde gibt es da nicht viel hinzuzufügen. Einigen Lauffreunden oder –freundinnen war es schon wieder ein wenig zu warm. Ich bin da anscheinend etwas merkwürdig veranlagt – je wärmer es wird, desto wohler fühle ich mich…

Da mein Verwandten-, Freundes- und Bekanntenkreis sich über ganz Deutschland verteilt, laufe ich in den verschiedensten Regionen der Republik. Und so hatte ich am gestrigen Ostersonntag das Vergnügen, meinen langen Lauf in der schönen Weinregion Rheinhessen absolvieren zu können. Unter strahlend blauem Himmel und bei richtig schön warmen 25 Grad Celsius war ich knapp zweieinhalb Stunden in – vorsichtig ausgedrückt – profiliertem Gelände unterwegs. Und vor, während und nach dem Lauf fühlte ich mich richtig gut. Das macht zwei Läufe in Folge, die einfach super waren. Muss ich jetzt Angst vor mir selbst bekommen?

Am besten lasse ich einfach ein paar Bilder für sich selbst sprechen… (weiterlesen…)

Frühlingserwachen und die Zeitumstellung

Mittwoch, 18. März 2009

So soll es sein
So kann es bleiben
Genauso ist es gut

Keine Angst, der Autor dieser Zeilen ist nicht in die Kuschelrock-Fraktion gewechselt. Aber wenn man genug Stimmungen durchlebt, ist nach dem Gesetz der großen Zahlen auch eine dabei, auf die die Zeilen der beiden Weichspüler von Ich + Ich passen. So wie heute:

Nach dem – zugegebenermaßen recht pünktlichen – Feierabend kann ich zum ersten mal seit langer Zeit wieder einen ganzen Lauf bei Tageslicht absolvieren. Zum ersten mal seit langer Zeit scheint dabei die Sonne von einem perfekten, weiß-blauen Himmel. Und die Temperaturen erlauben das Laufen in zwei dünnen statt in drei dicken Kleidungsschichten – ein völlig neues Bewegungsgefühl! Was so viel heißt wie: Es wird Frühling! Und damit Zeit, kurze Laufshirts und -hosen hervorzukramen…

Ein weiteres sicheres Indiz dafür, dass der Frühling naht: Die Läuferdichte im und um das Dorf ist heute besonders hoch. Im örtlichen Supermärktchen kaufen sogar gleich zwei Helden in Strumpfhosen ein…

zeitumstellungAm übernächsten Sonntag wird übrigens die Uhr umgestellt – dann ist es abends wieder länger hell, und das Laufen macht noch mehr Spaß! So soll es sein, so kann es bleiben…

Runner’s World Laufcamp 2009 – Tag 5: Die Wand

Donnerstag, 12. März 2009
Dieser Artikel ist der 7. von 11 Teilen in der Serie Runner's World Laufcamp 2009

runners-world-laufcamp-2009-013Wie jeden Morgen in dieser Woche weckt mich die aufgehende Sonne. Zu sehr sollte ich mich nicht daran gewöhnen – zu hause weckt mich wieder die Müllabfuhr. Ein weiterer, wunderschöner, sonniger Tag an der Algarve kündigt sich an. Herrlich! Das Leben wie es sein sollte!

Der lange Lauf

Als wir um 9:00 Uhr zum langen Dauerlauf aufbrechen, ist es zwar nicht mehr wirklich kühl, aber die Temperaturen sind noch angenehm. 9,5 Kilometer ist die Runde lang. Die Laufeinsteiger werden wohl eine Runde laufen, extrem ambitionierte Marathonis sicher drei oder sogar mehr, alle anderen mindestens zwei. Die Rundenlänge passt mir so gar nicht ins Trainingskonzept: 19 Kilometer sind mir für den langen Lauf eigentlich etwas zu kurz, 28,5 etwas zu lang. Irgendwo zwischen 22 und 25 würden mir heute gut gefallen. Also einfach mal zwei Runden laufen und dann weitersehen.

Die ersten Kilometer fühlen sich richtig klasse an. Guter Rhythmus, gutes Tempo, niedriger Puls. Nach der Hälfte der Runde gibt es eine kleine Verpflegungsstation, ich nehme etwas Wasser, und weiter geht’s. Auch am Ende der ersten Runde geht es mir noch gut, die zweite sollte kein Problem darstellen. Aber eher schnell als langsam wird es heiß. Ich muss etwas Tempo rausnehmen, aber Rhythmus und Tempo passen immer noch, es läuft rund.

Ab der Hälfte der zweiten Runde wird der Lauf etwas härter. Mittlerweile ist es mitten am Vormittag, die gefühlte Temperatur in der Sonne liegt bei mindestens 40°C. Vor mir liegen circa 1,5 Kilometer staubiger Schotterpiste, von Schatten weit und breit keine Spur. Der Schweiß tropft vom Schirm meiner Mütze und spritzt mit jedem Armhub vom Unterarm weg – wahrscheinlich laufe ich mittlerweile in einer Nebelwolke. Endlich geht es zurück in den Pinienwald – etwas Schatten, aber kurze, giftige Anstiege. Es ist zwar heiß, aber an sich mag ich das ja, und am Ende der zweiten Runde fühle ich mich noch gut genug für Runde drei. (weiterlesen…)

Runner’s World Laufcamp 2009 – Tag 3: Ich hab’ noch Sand in den Schuhen…

Montag, 9. März 2009
Dieser Artikel ist der 4. von 11 Teilen in der Serie Runner's World Laufcamp 2009

Langsam lassen mich meine Beine spüren, dass ich mich hier mehr bewege als in einer alltäglichen Woche. Aber die richtigen Belastungen – Fahrtspiel, langer Dauerlauf, Tempodauerlauf – stehen eigentlich erst in den nächsten Tagen an.

Heute ging es eher gemütlich zu. Lockeres Eintraben, dann Aufzeichnung des individuellen Laufstils. Ich kam mir vor wie auf dem Catwalk – 60 Augenpaare und eine Kamera auf meine Waden gerichtet. Das hätte Bruce Darnell sicher gefallen. Sexy, Baby, Sexy!

Anschließend ein lockerer Dauerlauf, der sich etwas zog, weil die Sonne hier am späten Vormittag schon recht hoch steht und mit erstaunlicher Kraft herunterbrennt. Ich bin wohl einer der wenigen Läufer, die gerne bei Hitze laufen, aber der Temperaturunterschied – Samstag früh -1°C, heute um die +20°C – setzt mir ein klein wenig zu. Einer der vielen Vorteile des Laufens am Strand: sofort nach dem Lauf Schuhe und Socken aus und bis zu den Knien ins noch recht kalte Wasser – ein tolles Gefühl. Man könnte das zu hause natürlich direkt nach dem Laufen unter der Dusche simulieren – aber als bekennender Warmduscher kostet mich das zu viel Überwindung. (weiterlesen…)

Runner’s World Laufcamp 2009 – Tag 1: Locker ist relativ

Samstag, 7. März 2009
Dieser Artikel ist der 1. von 11 Teilen in der Serie Runner's World Laufcamp 2009
Blick aus dem Hotelzimmer

Blick aus dem Hotelzimmer

Das Wichtigste zuerst: Ich will jetzt immer hier laufen. Ich bleibe hier. Ich komme nie mehr zurück. Hier ist es angenehm warm. Die Sonne scheint von einem fast makellos blauen Himmel herab. Und es gibt tolle Laufstrecken durch Pinienwälder und am Strand entlang.

Vor ziemlich genau 17 Stunden habe ich mich auf den Weg gemacht. Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts, Schneeregen, das Flugzeug musste “enteist” werden – was immer das bedeuten mag. Zwischenstopp in Frankfurt am Main (Randbemerkung: Dort sind wir wahrscheinlich länger auf dem Rollfeld in herumgefahren worden als die Maschine tatsächlich in der Luft war). Den Flug nach Lissabon müssten eigentlich alle Laufcamper nehmen. Aus sicherer Entfernung schaue ich mir das wie immer viel zu frühe Herumgestehe am Abfluggate an. An ihren Schuhen sollt ihr sie erkennen: Einzelne Damen und Herren stehen wirklich in ziemlich neu aussehenden Laufschuhen herum. Und da Turnschumode zur Zeit nicht wirklich aktuell ist, wird klar: das müssen Läufer sein. Ich selbst würde nicht im Traum darauf kommen, die Treter, die ich sonst ein paar mal die Woche gepflegt volltranspiriere, auch noch zu einer ewig langen Reise zu tragen. Aber gut, die Geschmäcker sind eben verschieden… (weiterlesen…)


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