Artikel-Schlagworte: „Tod“

Tragisches Ende eines Halbmarathons

Mittwoch, 13. Mai 2009

Gerade lese ich auf der Homepage meines Vereins, dass am vergangenen Samstag beim Halbmarathon in Ingolstadt ein nur 32 Jahre junger Mann gestorben ist. Laut Zeitungsartikel kollabierte er unmittelbar nach der Ziellinie, konnte zunächst wiederbelebt werden, verstarb aber wenig später im Krankenhaus. Bei der gestrigen Obduktion wurde eine natürliche Todesursache festgestellt, insbesondere also der Einfluss von Aufputsch- oder Dopingmitteln ausgeschlossen. Es handelte sich um einen erfahrenen Läufer, der bereits mehrere Halbmarathons um 1:40 gelaufen war und auch am letzten Samstag mit ungefähr dieser Zeit ins Ziel gekommen war. Möglicherweise spielte eine nicht diagnostizierte Vorerkrankung eine Rolle. Makabre Randnotiz: Auch der Bruder des 32-Jährigen war unter den Teilnehmern. Er kollabierte ein ganzes Stück vor dem Ziel und wurde ebenfalls ins Krankenhaus gebracht, wo man ihn bei seiner Entlassung über den Tod seines Bruders informierte. (weiterlesen…)

Das Paradox körperlicher Aktivität

Montag, 23. März 2009

sport-herzinfarkt-paradoxAuch wenn ich mich wiederhole: Zu viel Information schadet nur. Wenn ich vom Laufen lese, will ich gute Nachrichten lesen. Hiobsbotschaften wie den Tod von René Herms oder den Kreislaufkollaps von Margarete Schreinemakers möchte kein Läufer hören. Zu allem Überfluss springt es mir auch noch von Seite 67 der RUNNER’S WORLD Ausgabe April 2009 in blutroten Lettern entgegen: LÄUFT DER TOD MIT? Wenn ich die Läufer-Bravo aufschlage, will ich lesen, dass Laufen mich fit, gesund, schlank und schön macht – und nicht, dass ich gute Chancen habe, dabei tot umzufallen.

Bei der Lektüre bin ich am “Paradox körperlicher Aktivität” oder auch “Sport-Herzinfarkt-Paradox” hängen geblieben. Beim Laufen steigt das Risiko, einen plötzlichen Herztod zu erleiden, um das Siebenfache. Allerdings hat ein trainierter Mann in Ruhe nur ein halb so hohes Herzinfarkrisiko wie ein untrainierter. Während des Trainings ist also auch ein fitter Läufer immer noch einem dreinhalb mal so hohen Risiko ausgesetzt wie ein unfitter Mensch in Ruhe. Anders ausgedrückt: Regelmäßiges Laufen schützt langfristig vor Herzinfarkt, die Trainingsbelastung selbst steigert jedoch die Infarktgefahr.

Quelle: RUNNER'S WORLD April 2009, Seite 69

Quelle: RUNNER'S WORLD April 2009, Seite 69

Die Studie, auf der die obige Abbildung basiert, schätzt die Wahrscheinlichkeit, beim Laufen einen plötzlichen Herztod zu erleiden, übrigens auf einen Todesfall pro 396.000 Laufstunden. Sehr beruhigend, meine Jahreslaufleistung liegt unter 300 Stunden… (weiterlesen…)


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