Der im Freistaat Bayern lebende Mensch – der deshalb nicht unbedingt ein Bayer sein muss – betrachtet den Sommermonat August mit gemischten Gefühlen. Einmal davon abgesehen, dass er oft genug den typisch-bayrischen weiß-blauen Himmel zeigt und angenehm warme Temperaturen mitbringt, beschert er den meisten Gemeinden mit Mariä Himmelfahrt am 15. des Monats einen im übrigen Deutschland praktisch unbekannten Feiertag – und den Augsburgern mit ihrem Friedensfest am 8. sogar noch einen weiteren, sehr exklusiven. Für schulpflichtige Kinder und deren Eltern bedeutet der August vor allem eins: Endlich Ferien! Denn Bayern beendet das Schuljahr traditionell als letztes Bundesland. Dass die ein bis zwei Bonus-Feiertage ausgerechnet im Hauptferienmonat liegen müssen, bietet natürlich auch einen Grund ordentlich zu grantln. Die Ferien spülen zudem selbstverständlich jede Menge Touristen in den Freistaat und vor allem in seine Landeshauptstadt. Und auch über die Saupreissn, die japanischen, oder die Mistpreissn, die italienischen, oder generell die Preissn aus aller Welt, die damischen, lässt sich freilich trefflich schimpfen. Zu allem Überfluss trägt der August auch noch den Namen eines römischen Kaisers, eines fiesen Eroberers und Besatzers, eines Mistpreissn, eines römischen eben. Und um die Sammlung nutzlosen Wissens zu komplettieren: In Nicht-Schaltjahren beginnt kein anderer Monat mit dem gleichen Wochentag wie der August. Erschütternd, nicht wahr? (weiterlesen…)
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Und es war Sommer
Donnerstag, 3. September 2009Lauftipps für Anfänger (6): Der Weg ist das Ziel
Sonntag, 17. Mai 2009
Während ich mit der Deutschen Bahn unterwegs zu einer Geburtstagsfeier bin, stelle ich wieder einmal fest, dass ich nicht gerne reise. Nein, das stimmt so eigentlich nicht: Im Sinn von “mich an einem anderen Ort als meinem Wohnort aufhalten” reise ich sogar sehr gerne. Sei es, um Familie oder Freunde zu besuchen, fremde Orte zu erkunden oder einfach nur um mich zu erholen. Aber dem Reisen im Sinn von “Ortsveränderung, um von einem Ort an den anderen zu kommen” kann ich wenig abgewinnen – es sei denn, die Strecke ist besonders reizvoll oder das Fortbewegungsmittel irgendwie außergewöhnlich, was offen gesprochen ziemlich selten der Fall ist. Ich komme einfach lieber an, als zu gehen. Überhaupt kann ich in weiten Teilen meines Lebens einer der großen Weisheiten des Konfuzius recht wenig abgewinnen. Der Weg ist der Weg, und das Ziel ist das Ziel. Ganz der Homo faber also. Und vollkommen alleine bin ich mit dieser Haltung wahrscheinlich nicht. (weiterlesen…)



