Artikel-Schlagworte: „Wade“

Und draußen vor der großen Stadt…

Freitag, 6. November 2009

RITTER SPORT SpekulatiusIch gestehe: Ich habe meinen Körper verkauft. Für Schokolade. Gut, ich biete nicht meinen ganzen Astralleib feil, und eigentlich geht es auch nur um Fotos. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich käuflich bin. Ich komme mir so unglaublich schmutzig vor. Schuld daran ist – wie sollte es anders sein – eine Frau. Denn Eva alias Miss Monster wollte mich als Lustobjekt für ihre schamlose Zurschaustellung überwiegend männlicher Waden gewinnen. Als solider, anständiger Mann sträubte ich mich natürlich gegen diese Form der Anzüglichkeit. Hier in Bayern gelten die Waden eines Mannes praktisch als sekundäre Geschlechtsmerkmale. Aber als Evchen mich mit einer Tafel RITTER SPORT Spekulatius lockte, konnte ich ihren Sirenengesängen nicht länger widerstehen. (weiterlesen…)

Das Leben ist hart, aber ungerecht!

Mittwoch, 28. Oktober 2009

SchneckeDie sieben Pacemaker, die Haile Gebrselassie bei der jüngsten Auflage des Berlin Marathons zum Sieg und zum Weltrekord über 30 Kilometer gezogen haben, dürften dafür ein sicherlich nicht ganz kleines Honorar erhalten haben. Dabei hat keiner der glorreichen Sieben mehr als drei Viertel des Rennens absolviert. Wenn ich weite Teile des Läuferfelds über die volle Distanz vor mir hertreibe, und allein meine Präsenz für Bestleistungen in der breiten Masse sorgt – “Von dem Dicken lasse ich mich nicht überholen!” –, sehe ich dafür keinen Cent. Dabei sollte jeder Veranstalter froh darüber sein, mich – den Fleisch gewordenen inneren Schweinehund – im Teilnehmerfeld zu haben. Stark behaart, unmenschlich schwitzend und guttural grunzend verbreite ich so viel Schrecken unter den Schnecken, dass der Zielschluss kein Thema ist. (weiterlesen…)

Die Arschwade

Samstag, 4. April 2009

gastrocnemius

Laufen trainiert neben vielen anderen Muskeln auch den Musculus Gastrocnemius. Das ist gut so. Allerdings scheint bei mir ausschließlich der zweiköpfige Wadenmuskel Trainingsreize zu empfangen. Möglicherweise hat das mit genetischer Veranlagung zu tun, oder es hängt mit meinem Laufstil zusammen – jedenfalls sind die beiden Gastrocnemii meine beiden einzigen Muskeln, die einigermaßen definiert erscheinen, sich also unter der Haut recht deutlich abzeichnen. Ich habe zwar kein Sixpack, dafür aber zwei Twopacks!

Wenn ein Mann zwei Vorzeigemuskeln hat, dann ist er natürlich nicht nur stolz darauf, sondern präsentiert sie auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Und mit steigenden Temperaturen und kürzer werdenden Beinkleidern bieten sich mehr und mehr Chancen, ein wenig – sagen wir es wie es ist – anzugeben. Was dem Pfau sein Rad und dem Löwen seine Mähne, sind dem Läufer seine Gastrocnemii!

Nun ist dieser Wadenmuskel zweiköpfig. Und wenn er sehr stark ausgebildet ist, braucht man nicht wahnsinnig viel Fantasie, um im inneren und seitlichen Muskelkopf die beiden Backen eines menschlichen Gesäßes zu erkennen. Und so schreit die Partnerin jedes mal entsetzt auf, wenn der Läufer die Wadenmuskulatur spielen lässt: “Nicht die Arschwade machen!”

Das verletzt. Da prügelt man Tausende von Kilometern in den Asphalt, freut sich, dass das endlich auch mal sichtbare Früchte trägt, und dann gefällt es nicht.

Und was nun? Wie man ein Sixpack binnen kurzer Zeit in ein Onepack verwandelt, weiß ich. Aber wie werde ich die Arschwade wieder los?

Bildnachweis: Das Bild basiert auf dem Bild Gastrocnemius.png aus der freien Mediendatenbank Wikimedia Commons und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist sv:Användare:Chrizz.


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